Unfallfrei in die Motorradsaison starten

Biker
Symbolbild - Quelle: Pixabay

Unvorbereitet sollte niemand aufs Bike steigen, denn auch das Risiko fährt immer mit

München (pm). So langsam steigen die Temperaturen, und die warmen Frühlingstage locken sie wieder auf die Straße: Die Motorradfahrer starten in die Saison. Doch unvorbereitet sollte niemand aufs Bike steigen, denn auch das Risiko fährt immer mit.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt mahnt deshalb zu guter Vorbereitung und Vorsicht: Ein Technik-Check und Training für Kondition und sicheres Fahren lassen den Saisonstart gelingen! Außerdem sollten Motorradfahrer es langsam angehen lassen und Autofahrer die Biker wieder verstärkt im Blick haben. Rücksicht ist auf beiden Seiten gefragt.

Das Risiko, mit dem Motorrad zu verunglücken, ist übrigens um ein Vielfaches höher als für Pkw-Insassen. Rund jeder sechste Unfalltote ist ein Motorradfahrer – 47 waren es in Niedersachsen im Jahr 2020 bei den Motorrädern ab 125 ccm. Das sind neun Todesopfer weniger als im Jahr 2019 – allerdings gab es gleichzeitig einen pandemiebedingten deutlichen Rückgang des Verkehrsaufkommens. In Sachsen-Anhalt ist rund jeder siebte Unfalltote ein Motorradfahrer – 16 waren es im Jahr 2020, sieben weniger als im Jahr 2019. Und nach wie vor sind Autofahrer die Hauptunfallgegner. Bei rund zwei Drittel der Kollisionen zwischen Auto und Motorrad haben die Pkw-Lenker die Schuld an dem Unfall, weil sie oft die Geschwindigkeit der Motorräder falsch einschätzen oder sie völlig übersehen. Aufgrund ihrer schmalen Silhouette sind Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer gerade beim Abbiegen oft schlecht sichtbar.

Rücksicht und defensive Fahrweise für ein besseres Miteinander

Umso wichtiger, dass Autofahrer – besonders zu Beginn der Saison, wenn sich alle erst wieder aneinander gewöhnen müssen – verstärkt auf Motorradfahrer achten und versuchen, die Geschwindigkeit der einspurigen Fahrzeuge besser einzuschätzen. Motorradfahrer sollten grundsätzlich nicht mit der Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer rechnen, sondern in kritischen Situationen bremsbereit sein, in Kurven Abstand zum Mittelstreifen halten und den Blickkontakt zu Pkw-Fahrern suchen. Wichtig ist es auch, die Geschwindigkeit stets dem Streckenverlauf, der Verkehrsdichte und dem eigenen Können anzupassen. Denn bei immer mehr angemeldeten Motorrädern nimmt die Fahrleistung insgesamt ab, das heißt, dass vielen Bikern die notwendige Fahrpraxis fehlt. Diese Kombination aus Unerfahrenheit und Selbstüberschätzung wird ihnen oftmals zum Verhängnis. Helfen kann ein Sicherheitstraining, z. B. im ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover/Laatzen, in dem die wichtigsten Fahrfähigkeiten für die Saison geübt werden, insbesondere das Bremsen und Kurvenfahren.

Mehr Sicherheit auf die Straße bringen

Der starke Frost im Winter hat seine Spuren hinterlassen. Wurden Schlaglöcher nur notdürftig repariert, sind sie, genau wie Risse im Asphalt, eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Motorradfahrer. Straßen- und Verkehrsbehörden sollten deshalb bekannte Motorradstrecken überprüfen, notwendige Maßnahmen schnell umsetzen und für die Beseitigung der Straßenschäden mehr Geld zur Verfügung zu stellen.
Bewährte Mittel für sicherere (Motorrad-)Straßen sind der Unterfahrschutz an Schutzplanken und eine bessere Kennzeichnung besonders gefährlicher Strecken für Motorradfahrer.

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