Start Hannover und Region Zwei neue Intensivtransportwagen bei der Feuerwehr Hannover im Dienst

Zwei neue Intensivtransportwagen bei der Feuerwehr Hannover im Dienst

Schlüsselübergabe der neuen Intensivtransportwagen.
Schlüsselübergabe der neuen Intensivtransportwagen. (vo.li.): Christoph Bahlmann, Dr. Axel von der Ohe, Prf. Dr. André Gottschalk. - Foto: Feuerwehr Hannover

Lkw-Fahrgestelle bieten mehr Platz für Medizintechnik und Behandlungsteams

Hannover – (KI/redaktionell geprüft). Die Feuerwehr Hannover hat auf der Feuer- und Rettungswache 5 zwei neue Intensivtransportwagen in Dienst gestellt. Die baugleichen Fahrzeuge ersetzen die bisherige Generation und sollen die überregionale Versorgung intensivmedizinisch betreuungspflichtiger Patientinnen und Patienten in Niedersachsen stärken. Ein Wagen steht für Einsätze bereit, das zweite Fahrzeug dient als technische Reserve.

Intensivtransportwagen verlegen schwerkranke oder verletzte Menschen zwischen spezialisierten Kliniken. Während der Fahrt muss die intensivmedizinische Versorgung auf dem Niveau einer Intensivstation fortgesetzt werden. In Niedersachsen werden solche Transporte sowohl mit bodengebundenen Intensivtransportwagen als auch mit Intensivtransport- und Rettungshubschraubern durchgeführt.

Die Koordinierung für das gesamte Bundesland übernimmt die in der Regionsleitstelle Hannover integrierte Koordinierungsstelle für Intensiv- und Sekundärtransporte in Niedersachsen (KoST). Das Land hat die Landeshauptstadt Hannover mit der Durchführung der Aufgabe betraut.

Mehr Platz für spezialisierte Teams und Geräte

Die neuen Fahrzeuge basieren auf einem MAN-TGM-Fahrgestell mit einem zulässigen Gesamtgewicht von zwölf Tonnen. Gegenüber den bisherigen Fahrzeugen auf Transporterbasis bietet das Lkw-Konzept mehr Raum für die Besatzung, medizinische Ausstattung und spezialisierte Behandlungsteams.

Zur Ausstattung gehören zwei Corpuls-3-Touch-Monitore, zwei Hamilton-T1-Intensivbeatmungsgeräte, sechs Perfusoren, ein Blutgasanalysegerät, ein Transportultraschall und mechanische Reanimationshilfen. Außerdem verfügen die Wagen über spezielle Intensivtragensysteme.

Die Tragenaufnahme ist flexibel ausgelegt. Dadurch können auch Transportinkubatoren der Medizinischen Hochschule Hannover und des Kinderkrankenhauses auf der Bult sicher befördert werden. Die umfangreiche Medizintechnik stammt zu einem großen Teil aus den bisherigen Fahrzeugen und kann übernommen werden.

Feuerwehrdirektor Christoph Bahlmann begründete den Wechsel zum Lkw-Fahrgestell mit den gestiegenen Anforderungen an Intensivtransporte. Schwerkranke Menschen würden mit umfangreicherer Medizintechnik transportiert und häufiger von spezialisierten Teams begleitet. Der zusätzliche Platz schaffe bessere Arbeitsbedingungen und Reserven für die Ausrüstung, erklärte Bahlmann. Die neuen Wagen seien damit auf künftige Anforderungen ausgerichtet.

Feuerwehr und Friederikenstift arbeiten zusammen

Besetzt werden die Fahrzeuge mit zwei speziell ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern der Feuerwehr Hannover sowie einer intensivmedizinischen Fachärztin oder einem intensivmedizinischen Facharzt des Diakovere Friederikenstifts. Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin stellt die ärztliche Besetzung sicher und bringt nach eigenen Angaben Erfahrung mit komplexen Intensivtransporten ein.

Bei der Übergabe hob Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Friederikenstift hervor. Die Fahrzeuge stärkten die hochspezialisierte medizinische Versorgung in Hannover und darüber hinaus, erklärte er. Sein Dank gelte allen, die das Projekt geplant und umgesetzt hätten; den Besatzungen wünschte er sichere und erfolgreiche Einsätze.

Auch der Chefarzt der Klinik, Prof. Dr. med. André Gottschalk, betonte die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit. Die intensivmedizinische Versorgung müsse während des Transports ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Die neuen Wagen schafften dafür gute Voraussetzungen, sagte er.

Ein Fahrzeug kostet rund 450.000 Euro, die medizinische Ausstattung nicht eingerechnet. Mit den beiden Wagen sichert Hannover weiterhin ein einsatzbereites Fahrzeug und hält zugleich ein zweites als technische Reserve vor.

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