Start Hannover und Region MHH bereitet sich auf erneuten Warnstreik vor

MHH bereitet sich auf erneuten Warnstreik vor

Streik/Warnstreik/verdi
Symbolbild: Streik/Warnstreik/verdi - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Notfallversorgung am sechsten Streiktag gesichert, deutliche Einschränkungen im Klinikbetrieb erwartet

Hannover (pm/redk). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist am morgigen Dienstag, 10. Februar 2026, erneut von einem Warnstreik betroffen. Trotz gesicherter Notfallversorgung kommt es im Zuge der Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst zu erheblichen Einschränkungen bei geplanten Behandlungen und Terminen.

Am sechsten Streiktag der aktuellen Tarifrunde hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Arbeitsniederlegungen an der Medizinischen Hochschule Hannover aufgerufen. Die MHH rechnet deshalb auch am Dienstag mit spürbaren Auswirkungen auf den regulären Klinikbetrieb.

Notfallversorgung weiterhin gewährleistet

Alle Notfallpatientinnen und -patienten werden auch während des Warnstreiks adäquat versorgt. Dies ist in einer Notdienstvereinbarung geregelt, die zwischen der MHH und Verdi abgeschlossen wurde. Unabhängig vom Streik bleibt die medizinische Versorgung in akuten und lebensbedrohlichen Fällen somit sichergestellt.

Einschränkungen bei geplanten Behandlungen

Im Klinikalltag kommt es jedoch erneut zu deutlichen Einschränkungen. Betroffen sind insbesondere geplante Operationen, geplante stationäre Aufnahmen sowie ambulante Behandlungen. Geöffnet bleiben die Ambulanzen für Kinder und Jugendliche sowie onkologische und weitere Spezialambulanzen für erwachsene Patientinnen und Patienten.

Patientinnen und Patienten, die für Dienstag einen OP Termin, einen stationären Aufnahmetermin oder einen ambulanten Termin haben, der verlegt werden kann, werden persönlich über eine Terminverschiebung informiert. Termine, die nicht verändert werden, finden statt und sollen wahrgenommen werden. Dennoch müssen Patientinnen und Patienten mit Wartezeiten und gegebenenfalls kurzfristigen weiteren Verschiebungen rechnen.

Belastung für Patientinnen und Patienten nimmt zu

Viele Patientinnen und Patienten sind bereits mehrfach von streikbedingten Umplanungen betroffen. „Das ist jetzt schon der sechste Streiktag“, so MHH Vizepräsident Prof. Dr. Frank Lammert, zuständig für die Krankenversorgung. „Je länger ein Streik dauert, desto schwieriger wird die Patientenversorgung.“

Die MHH bittet Patientinnen und Patienten um Verständnis für die Situation und bemüht sich, die Auswirkungen des Warnstreiks so gering wie möglich zu halten.

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