Start Hannover und Region Schwimmoffensive Region Hannover erreicht mehr als 3.000 Kinder

Schwimmoffensive Region Hannover erreicht mehr als 3.000 Kinder

Schwimmbad
Symbolbild Schwimmbad / Kinderschwimmen - Quelle: Pixabay

Jahresbilanz 2025 zeigt deutliche Fortschritte beim Schwimmenlernen

Region Hannover (pm/redk). Die Schwimmoffensive in der Region Hannover ist weiter gewachsen und zeigt messbare Erfolge. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 258 Schwimmkurse mit 3.031 teilnehmenden Kindern umgesetzt. Damit wurde das Angebot im Vergleich zu den Vorjahren erneut ausgeweitet. Seit dem Start der Initiative haben in knapp vier Jahren rund 12.000 Kinder in mehr als 1.000 Kursen schwimmen gelernt. Die Schwimmoffensive zählt damit bundesweit zu den größten regionalen Programmen zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern.

Zusätzliche Kurse durch gezielte Förderprogramme

Allein durch Mittel der Region Hannover konnten 135 zusätzliche Kurse finanziert werden. Dazu gehörten 31 Kita-Kurse zur Wassergewöhnung, 72 Schwimmkurse im Ganztag sowie mehrere Schulprojektwochen. Insgesamt nahmen daran 1.613 Kinder teil.

Ein weiterer wichtiger Baustein waren 115 Schwimmkurse mit 1.246 Teilnehmenden, die über die Schwimminitiative des Landesschwimmverbandes und des Landessportbundes Niedersachsen ermöglicht wurden. Die Koordinierungsstelle im SSB/TKH unterstützte die Umsetzung und akquirierte zusätzlich knapp 70.000 Euro Fördermittel des Niedersächsischen Kultusministeriums für die Region Hannover.

Insgesamt erreichten 723 Kinder ein Schwimmabzeichen. Das entspricht rund 45 Prozent der Teilnehmenden, obwohl ein Teil der Angebote gezielt der Wassergewöhnung jüngerer Kinder diente. Eine zusätzliche Förderung der Beisheim-Stiftung ermöglichte zudem intensive Schwimmförderung für 200 Kinder in acht Schul-Kursen mit jeweils 25 Terminen pro Halbjahr.

Weniger Nichtschwimmer bei Schuleingangsuntersuchungen

Die positiven Effekte zeigen sich auch in den aktuellen Schuleingangsuntersuchungen für den Einschulungsjahrgang 2025/26. Fast 25 Prozent der Kinder können bereits schwimmen oder besitzen ein Schwimmabzeichen. Gleichzeitig ist der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, deutlich gesunken – von 51,2 Prozent auf 37,4 Prozent.

Besonders hoch ist der Anteil schwimmfähiger Kinder derzeit in Pattensen, Isernhagen, Hemmingen und Gehrden mit jeweils rund 39 Prozent. Unter dem Regionsdurchschnitt liegen hingegen Hannover, Garbsen, Laatzen und Seelze.

Qualifizierung stärkt Vereine

Um zusätzliche Kapazitäten in den Sportvereinen zu schaffen, wurden 2025 gemeinsam mit dem Landesschwimmverband Niedersachsen 130 Helfende in acht Übungsleiterassistenz-Kursen qualifiziert. Sieben dieser Kurse wurden über die Schwimminitiative des Landesschwimmverbandes finanziert. Die Schwimmoffensive soll auch 2026 fortgesetzt werden, um die positiven Entwicklungen weiter auszubauen.

Stimmen aus der Region

„Die Schwimmoffensive zeigt, wie viel möglich ist, wenn Verwaltung, Kommunen und Sportorganisationen gemeinsam handeln. Unser Ziel bleibt: Jedes Kind in der Region soll die Möglichkeit bekommen, schwimmen zu lernen“, sagte Steffen Krach.

„Viele Kinder kommen heute über Kitas, Schulen oder Ganztagsangebote erstmals mit dem Schwimmenlernen in Kontakt. Diese zusätzlichen Zugänge sind entscheidend, um möglichst viele Kinder zu erreichen“, erklärte Anika Brehme, Geschäftsführerin des Stadtsportbund Hannover.

„Die Nachfrage nach Schwimmkursen ist weiterhin sehr hoch. Durch die enge Zusammenarbeit von Schulen, Vereinen und Kommunen können wir deutlich mehr Angebote schaffen als noch vor wenigen Jahren“, sagte Leena Stratmann vom Turn-Klubb zu Hannover.

„Die Schwimmoffensive zeigt, wie stark das Netzwerk des organisierten Sports in der Region Hannover ist. Durch zusätzliche Qualifizierungen und Kooperationen können Vereine immer mehr Kinder beim Schwimmenlernen unterstützen“, ergänzte Anna-Janina Niebuhr vom Regionssportbund Hannover.

Vorheriger ArtikelLangenhagen als World Cleanup Kommune ausgezeichnet