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Schwerpunktkontrollen an Hauptbahnhöfen: Bilanz der Bundespolizei

Schwerpunkteinsatz an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover
Schwerpunkteinsatz an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover. - Quelle: Bundespolizeidirektion Hannover

Bundespolizeidirektion Hannover zieht Einsatzfazit für Hamburg, Bremen und Hannover

Hannover. Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizeidirektion Hannover an den Hauptbahnhöfen in Hamburg, Bremen und Hannover einen bundesweiten Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität umgesetzt. In zwei Nächten kontrollierten Einsatzkräfte Reisende und überprüften die Einhaltung von Waffen- und Messerverboten. Die Polizei zieht nun eine umfassende Bilanz.

Kontrollen an kriminalpolizeilichen Brennpunkten

Die Maßnahmen fanden in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag jeweils zwischen 18 Uhr und 3 Uhr statt. Schwerpunkt waren die Hauptbahnhöfe in Hamburg, Bremen und Hannover, die aus polizeilicher Sicht als Brennpunkte gelten.

Insgesamt waren rund 350 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover, Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei, Diensthundeführer sowie sogenannte Super-Recogniser, die speziell für Personenerkennung geschult sind.

schwerpunkteinsatz an den hauptbahnhöfen hamburg, bremen und hannover
schwerpunkteinsatz an den hauptbahnhöfen hamburg, bremen und hannover. – quelle: bundespolizeidirektion hannover

Enge Zusammenarbeit mit weiteren Sicherheitskräften

Über den gesamten Einsatzzeitraum hinweg arbeitete die Bundespolizei eng mit den jeweiligen Landespolizeien in Hamburg, Bremen und Niedersachsen zusammen. Auch die DB Sicherheit sowie weitere Partner aus bestehenden Sicherheitskooperationen waren eingebunden. Ziel war ein abgestimmtes Vorgehen zur Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz.

Durch verstärkte Kontrollen sollte der Kontrolldruck erhöht, Straftaten verhindert und Tatverdächtige identifiziert werden. Zudem überwachten die Einsatzkräfte die Einhaltung der geltenden Allgemeinverfügungen zum Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen, Schuss- und Schreckschusswaffen sowie Hieb-, Stoß- und Stichwaffen und Messern aller Art.

Messer, Haftbefehle und Verstöße festgestellt

Während der beiden Einsatznächte stellten die Beamtinnen und Beamten mehrere Messer, Munition und Pfeffersprays sicher. Zudem konnten mehrere offene Haftbefehle vollstreckt werden. Insgesamt leitete die Bundespolizei Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und drohte bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung Zwangsgelder an.

Bilanz in Zahlen:

  • 1.847 Identitätsfeststellungen und 2.078 Durchsuchungen
  • 28 Sicherstellungen und Beschlagnahmen, darunter Messer, Munition, Drogen und Reizstoffsprühgeräte
  • 68 Fahndungstreffer, darunter sieben Haftbefehle und 50 Aufenthaltsermittlungen
  • zwei Gewahrsamnahmen
  • 19 Verstöße gegen bestehende Allgemeinverfügungen

Auffällige Einzelfälle an drei Standorten

In Hamburg kontrollierte die Bundespolizei am Samstag einen 40-jährigen tadschikischen Staatsangehörigen, der wegen Urkundenfälschung per Haftbefehl gesucht wurde. Eine dritte Person beglich die Geldstrafe in Höhe von 890 Euro, sodass der Mann die ersatzweise verhängte Freiheitsstrafe von 89 Tagen nicht antreten musste.

In Hannover entwendeten am Samstagabend zwei polnische Staatsangehörige eine abgestellte Damenhandtasche im Bereich eines Schnellrestaurants. Mitarbeitende der DB Sicherheit beobachteten die Tat und hielten die Verdächtigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Gegen beide wurden Strafverfahren eingeleitet.

In Bremen störte ein 19-Jähriger am Sonntagabend gegen 22 Uhr eine polizeiliche Kontrolle durch verbale Äußerungen. Da er sich gegen die Maßnahme wehrte und eine Trennung von der Gruppe nicht möglich war, wurde er gefesselt und zur Dienststelle gebracht. Gegen ihn wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol, ordnet den Einsatz wie folgt ein:
„Die Ergebnisse des Einsatzes machen deutlich, dass Sicherheitskontrollen weiterhin notwendig bleiben. Immer wieder werden gefährliche Gegenstände bei Reisenden festgestellt, weshalb wir auch künftig weiterhin Kontrollen im Bahnhof und im Bahnverkehr durchführen werden, teils angekündigt, teils spontan. Unser oberstes Anliegen ist ein sicheres Umfeld für alle Fahrgäste und Mitarbeitenden.“

Einordnung

Der Schwerpunkteinsatz zeigt, dass die Bundespolizei an großen Verkehrsknotenpunkten weiterhin konsequent gegen Gewaltkriminalität vorgeht. Bahnhöfe gelten aufgrund hoher Besucherzahlen als sensible Bereiche, in denen präventive Kontrollen eine wichtige Rolle für das Sicherheitsgefühl der Reisenden spielen.

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