Start Hannover und Region Johanniter in Langenhagen bieten Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten an

Johanniter in Langenhagen bieten Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten an

Ein Erste Hilfe-Trainer zeigt am Beispiel einer Teilnehmerin in einem Erste Hilfe-Kurs, wie man einen Verband am Ellenbogen anlegt.
Ein Erste Hilfe-Trainer zeigt am Beispiel einer Teilnehmerin in einem Erste Hilfe-Kurs, wie man einen Verband am Ellenbogen anlegt. - Foto: Johanniter/Sebastian Spaethe

Erste-Hilfe-Training mit Selbstschutzinhalten startet im Juli und August

Langenhagen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Langenhagen bieten im Juli und August erneut kostenlose Kurse zur „Ersten Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ an. Im Fokus stehen zwei Module, die Bürgerinnen und Bürger auf Notlagen vorbereiten sollen, in denen Versorgungssysteme eingeschränkt sein können.

Vorbereitung auf Krisenlagen im Alltag

Die Kurse greifen die wachsende Bedeutung von persönlicher Vorsorge in Krisensituationen auf. Hintergrund sind unter anderem zunehmende Extremwetterlagen sowie mögliche Störungen kritischer Infrastrukturen durch Cyberangriffe oder andere außergewöhnliche Ereignisse.

Ziel ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, in den ersten Stunden und Tagen einer Krise handlungsfähig zu bleiben und sich selbst sowie ihr Umfeld zu unterstützen.

Zwei Module mit praxisnahen Inhalten

Die Schulungen basieren auf einem bundesweiten Programm des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). In Langenhagen werden die Module 2 und 3 angeboten.

Modul 2: Vorbeugung und Verhalten im Ernstfall

Dieses Modul vermittelt grundlegendes Wissen zur Vorbereitung auf Zivilschutz- und Katastrophensituationen. Dazu gehören praktische Hinweise zur persönlichen Vorsorge, zur richtigen Reaktion in Krisenlagen sowie zur Einschätzung von Gefahren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie sie sich auf mögliche Ausfälle im Alltag einstellen und in den ersten Stunden einer Krise strukturiert handeln können.

Modul 3: Medizinische Erstversorgung im Katastrophenfall

Im dritten Modul steht die medizinische Erstversorgung im Vordergrund. Behandelt werden grundlegende Maßnahmen zur Versorgung von Verletzten, etwa die Versorgung von Wunden oder die Stabilisierung von Verletzungen an Knochen und Gelenken. Ebenfalls thematisiert werden improvisierte Hilfstechniken, wenn Material knapp ist, sowie das sichere Lagern und Transportieren von hilfebedürftigen Personen, etwa pflegebedürftigen Angehörigen oder Nachbarn.

Eine klassische Erste-Hilfe-Ausbildung mit Wiederbelebung (Herzdruckmassage) ist ausdrücklich nicht Bestandteil dieser Module.

Praktische Vorsorge und Selbstschutz

Neben medizinischen Grundlagen geht es auch um alltagsnahe Vorsorge. Dazu zählen Empfehlungen für einen Notfall-Rucksack mit Material für die Erstversorgung sowie Hinweise zu wichtigen Vorräten wie Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Dokumenten.

Auch technische Hilfsmittel wie Kurbelradios werden thematisiert, um Informationen selbst dann empfangen zu können, wenn Strom- oder Internetversorgung ausfallen.

Kostenfrei dank Bundesförderung

Die Teilnahme ist kostenlos, da das Programm vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finanziert wird. Bereits Anfang des Jahres wurden einzelne Module angeboten, nun folgt aufgrund der hohen Nachfrage eine weitere Kursreihe.

„Inhaltlich geht es darum, die praktische Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbst- und Fremdhilfe in außergewöhnlichen Notlagen zu steigern“, sagt Antje Poetsch, die bei den Johannitern in Langenhagen die Breitenausbildung koordiniert.

Termine in Langenhagen

Die Kurse finden in der Dienststelle der Johanniter in der Brüsseler Straße in 30853 Langenhagen statt.

Geplant sind folgende Termine:

  • 6. Juli
  • 9. Juli
  • 28. Juli
  • 30. Juli
  • 4. August
  • 6. August

          Die Kurse laufen jeweils vormittags von 9:00 bis 11:15 Uhr (Modul 2) sowie von 11:45 bis 16:15 Uhr (Modul 3).

          Anmeldung und weitere Informationen

          Die Teilnahme kann direkt online gebucht werden unter Johanniter EHSH Kurse.

          Für Gruppenanfragen ab acht Personen steht Antje Poetsch per E-Mail unter breitenausbildung.langenhagen@johanniter.de zur Verfügung.

          Einordnung

          Mit den Selbstschutzkursen reagieren Hilfsorganisationen auf die wachsende Bedeutung individueller Vorsorge in Krisensituationen. Die Schulungen sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch konkrete Handlungssicherheit für den Ernstfall schaffen, wenn öffentliche Hilfe nicht sofort verfügbar ist.

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