Brände bei Wunstorf und Garbsen schnell unter Kontrolle – Landwirte unterstützen Einsatzkräfte
Wunstorf / Garbsen. Gleich zwei Flächenbrände haben die Feuerwehren am Samstagnachmittag und -abend in der Region Hannover gefordert. Sowohl zwischen Kolenfeld und Wunstorf als auch in Garbsen-Osterwald gerieten Stoppelfelder in Brand. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte und der Unterstützung durch Landwirte konnten größere Schäden verhindert werden.
Rund ein Hektar Stoppelfeld brennt bei Wunstorf
Gegen 16.30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Luthe, Wunstorf und Kolenfeld sowie die Einsatzleitung Ort (ELO) der Stadtfeuerwehr Wunstorf mit dem Einsatzstichwort „BA2“ zu einem Flächenbrand an der Landesstraße 392 zwischen Kolenfeld und Wunstorf alarmiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein rund ein Hektar großes Stoppelfeld in Flammen. Aufgrund des Windes drohte sich das Feuer innerhalb kurzer Zeit auf angrenzende Weizenfelder auszubreiten.
Den Einsatzkräften gelang es jedoch, den Brand mit einem schnellen Löschangriff und einem auf die Windverhältnisse abgestimmten Vorgehen einzudämmen. Dadurch konnten nach Angaben der Feuerwehr mehr als 20 Hektar Weizen vor den Flammen geschützt werden.

Landwirte legen Brandschneisen an
Entscheidend für den Einsatzerfolg war auch die Unterstützung mehrerer Landwirte. Mit Grubbern legten sie Brandschneisen an und stellten zusätzlich Wasser zur Verfügung. Das koordinierte Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Landwirtschaft trug maßgeblich dazu bei, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Zur Unterstützung rückte außerdem die Ortsfeuerwehr Klein Heidorn mit ihrer Logistikkomponente an. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Weiterer Stoppelfeldbrand in Garbsen-Osterwald
Nur knapp zwei Stunden später kam es gegen 18.15 Uhr zu einem weiteren Flächenbrand in Garbsen. Bei Erntearbeiten entzündete sich ein Stoppelfeld in der Verlängerung des Großen Weges im Ortsteil Osterwald-Unterende.
Alarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Osterwald-Unterende, Osterwald-Oberende und Frielingen sowie die Besatzung des Einsatzleitwagens der Stadtfeuerwehr.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte waren keine offenen Flammen mehr sichtbar. Bereits rund 50 mal 50 Meter Stoppelfeld waren verbrannt. Die Feuerwehr führte mit Wasser aus vier Löschfahrzeugen umfangreiche Nachlöscharbeiten durch.
Auch hier unterstützten Landwirte den Einsatz mit Traktoren und Eggen, wodurch eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden konnte. Eine Drohne kontrollierte die Fläche anschließend auf mögliche Glutnester. Weitere Brandstellen wurden dabei nicht festgestellt, sodass der Einsatz beendet werden konnte.
Trockenheit erhöht Brandgefahr erheblich
Die beiden Einsätze zeigen, wie schnell sich Flächenbrände in der Erntezeit entwickeln können. Bereits ein kleiner Funke oder heiße Maschinenteile reichen bei anhaltender Trockenheit oft aus, um Stoppelfelder oder Getreideflächen in Brand zu setzen. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehren und die enge Zusammenarbeit mit den Landwirten sind in solchen Situationen entscheidend, um größere Flächen und Ernten zu schützen.










