Start Hannover und Region E-Scooter-Unfälle steigen 2025 deutlich: Mehr Tote und Verletzte

E-Scooter-Unfälle steigen 2025 deutlich: Mehr Tote und Verletzte

E-Scooter liegt
Symbolbild - liegender E-Scooter/E-Roller - Quelle: Pixabay

Statistik zeigt: Junge Menschen besonders häufig betroffen – falsche Straßenbenutzung häufigste Unfallursache

Wiesbaden. Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist in Deutschland im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes registrierte die Polizei 16.496 Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden. Das entspricht einem Anstieg von 38,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt starben 38 Menschen bei E-Scooter-Unfällen.

Im Jahr 2024 waren noch 11.944 Unfälle mit Personenschaden und 27 Todesopfer registriert worden. 2025 erlitten außerdem 1.895 Menschen schwere Verletzungen, weitere 16.184 Personen wurden leicht verletzt.

Mehr als die Hälfte der Betroffenen unter 25 Jahre alt

E-Scooter-Unfälle betreffen besonders häufig jüngere Menschen. Mehr als die Hälfte der verunglückten E-Scooter-Fahrenden war 2025 jünger als 25 Jahre. Der Anteil lag bei 53,6 Prozent. Insgesamt waren 83,7 Prozent der Betroffenen jünger als 45 Jahre.

Deutlich seltener betroffen waren ältere Menschen: Lediglich 3,1 Prozent der Verunglückten gehörten zur Altersgruppe ab 65 Jahren.

Zum Vergleich: Bei Fahrrad- und Pedelec-Unfällen lag der Anteil der unter 25-Jährigen deutlich niedriger. Gleichzeitig waren ältere Menschen dort häufiger vertreten.

Falsche Nutzung von Fahrbahn oder Gehweg häufigster Grund

Bei der Auswertung der Unfallursachen stellte die Polizei besonders häufig eine falsche Straßenbenutzung fest. In 21,6 Prozent der Fälle wurde dieses Fehlverhalten bei E-Scooter-Fahrenden registriert.

E-Scooter müssen vorhandene Radwege oder Schutzstreifen nutzen. Sind diese nicht vorhanden, dürfen die Fahrzeuge auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen gefahren werden. Die Nutzung von Gehwegen ist nicht erlaubt.

Ebenfalls häufig wurde Alkoholeinfluss als Fehlverhalten festgestellt. In 10,9 Prozent der Fälle war dies ein Faktor bei den Unfällen. Auch eine nicht angepasste Geschwindigkeit spielte mit 8,4 Prozent eine Rolle.

Jeder dritte Unfall ohne weiteren Beteiligten

Nicht jeder E-Scooter-Unfall entsteht durch eine Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmenden. Rund 30,5 Prozent der Unfälle mit Personenschaden waren sogenannte Alleinunfälle.

Von den tödlich verunglückten E-Scooter-Fahrenden kamen 16 Menschen bei solchen Alleinunfällen ums Leben.

Bei den Unfällen mit weiteren Beteiligten waren Autos die häufigsten Unfallgegner. An 7.215 Unfällen waren Pkw beteiligt. Bei diesen Zusammenstößen verletzten sich 50,5 Prozent der verunglückten E-Scooter-Nutzenden.

E-Scooter-Unfälle besonders häufig in Großstädten

Fast die Hälfte aller E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ereignete sich 2025 in Großstädten mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der Anteil lag bei 49,1 Prozent.

In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern wurden 27,8 Prozent der E-Scooter-Unfälle registriert. Damit treten Unfälle mit E-Scootern häufiger in dicht besiedelten Gebieten auf als viele Fahrradunfälle.

Einordnung

E-Scooter bleiben kleiner Teil des Unfallgeschehens

Trotz des deutlichen Anstiegs machen E-Scooter-Unfälle weiterhin nur einen vergleichsweise kleinen Anteil am gesamten Verkehrsunfallgeschehen aus. Von insgesamt 297.364 Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Jahr 2025 waren 5,5 Prozent mit einem E-Scooter verbunden. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 4,1 Prozent.

Zum Vergleich: Bei Fahrradunfällen registrierte die Polizei 2025 rund 97.035 Unfälle mit Personenschaden. Dabei kamen 462 Radfahrende ums Leben.

E-Scooter sind in Deutschland seit dem 15. Juni 2019 im Straßenverkehr zugelassen. Für die Nutzung ist kein Führerschein erforderlich, das Mindestalter beträgt jedoch 14 Jahre. Die Fahrzeuge gelten als Kraftfahrzeuge und müssen versichert sein.

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