Start Hannover und Region Digitale Identität: Deutschlands EUDI-Wallet heißt „d-you“

Digitale Identität: Deutschlands EUDI-Wallet heißt „d-you“

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d-you Logo - © BMDS

Staatliche App soll am 2. Januar 2027 mit rund 40 Partnern starten

Berlin – (KI/redaktionell geprüft). Die staatliche deutsche EUDI-Wallet erhält den Namen „d-you“ und soll am 2. Januar 2027 starten. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat Namen und Logo der digitalen Brieftasche vorgestellt. Zum Start sollen rund 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung eigene Anwendungen anbieten.

Mit der Wallet sollen Menschen digitale Identitätsnachweise und weitere Dokumente auf dem Smartphone speichern und bei Bedarf vorzeigen können. Nach Angaben des Ministeriums soll es zum Start unter anderem möglich sein, digital das Alter nachzuweisen, Verträge abzuschließen oder ein Bankkonto zu eröffnen.

Die Nutzung von d-you soll freiwillig und kostenlos sein.

Digitale Nachweise auf dem Smartphone

Die EUDI-Wallet ist Teil eines europäischen Vorhabens für digitale Identitäten. Die Abkürzung EUDI steht für „European Digital Identity“. Grundlage sind gemeinsame technische Standards innerhalb der Europäischen Union, damit entsprechende Wallets perspektivisch auch grenzüberschreitend eingesetzt werden können.

Mit d-you erhält die deutsche Variante nun einen eigenen Namen. Das „d“ soll nach Darstellung des Ministeriums sowohl für „digital“ als auch für Deutschland stehen, während „you“ die Nutzenden in den Mittelpunkt stellen soll.

Wichtiger als die Markenbezeichnung ist für die praktische Nutzung allerdings, welche Nachweise künftig tatsächlich in der Wallet hinterlegt und bei Behörden oder Unternehmen eingesetzt werden können. Der Funktionsumfang soll nach dem Start schrittweise erweitert werden.

Alter nachweisen, Verträge abschließen, Bankkonto eröffnen

Bereits am 2. Januar 2027 sollen erste konkrete Anwendungen verfügbar sein. Das BMDS nennt den digitalen Altersnachweis, den rechtssicheren Vertragsabschluss und die Eröffnung eines Bankkontos als Beispiele.

Dafür arbeitet das Ministerium mit Partnern aus verschiedenen Bereichen zusammen. In der veröffentlichten Liste finden sich unter anderem die Bundesagentur für Arbeit, Bundesdruckerei, Deutsche Rentenversicherung Bund, KfW, DATEV, Deutsche Post, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sowie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Auch das Land Niedersachsen gehört zu den angekündigten Partnern. Hinzu kommen Hochschulen, Kommunen und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Welche konkrete Anwendung jeder einzelne Partner zum Start bereitstellen wird, geht aus der vorliegenden Mitteilung allerdings nicht hervor.

Daten sollen verschlüsselt auf dem Gerät liegen

Ein zentraler Punkt für die Akzeptanz der digitalen Identität dürfte der Umgang mit persönlichen Daten sein. Nach Angaben des Digitalministeriums werden die Daten verschlüsselt auf dem Endgerät gespeichert.

Die Anwendung soll zudem europäischen Sicherheits- und Datenschutzstandards entsprechen. Das Ministerium stellt insbesondere die Kontrolle der Nutzenden über ihre Daten heraus.

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger erklärt: „Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft. Die deutsche EUDI-Wallet ist nutzerfreundlich und sicher, schafft Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten und funktioniert überall in Europa. Um d-you herum entsteht ein Ökosystem, das neue Anwendungen, innovativere Geschäftsmodelle und effizientere Verwaltungsleistungen ermöglicht.“

Ob und in welchem Umfang sämtliche angekündigten Funktionen bereits unmittelbar zum Start europaweit genutzt werden können, lässt sich aus der Mitteilung nicht ableiten. Das Ministerium spricht von einer perspektivischen europaweiten Einsetzbarkeit und einer schrittweisen Weiterentwicklung.

Niedersachsen gehört zu den Startpartnern

Für Niedersachsen ist das Projekt auch auf Landesebene relevant. Das Land gehört zu den für den Start genannten Partnern der deutschen EUDI-Wallet.

Welche Dienstleistungen Niedersachsen konkret über d-you anbieten will und ob diese bereits zum 2. Januar 2027 verfügbar sein werden, sind derzeit noch nicht genau bekannt.

Neben Niedersachsen beteiligen sich unter anderem Baden-Württemberg sowie die Städte Aachen, Dresden und Heidelberg und der Landkreis Harz. Auch verschiedene Hochschulen und Universitäten gehören zum Partnerkreis.

Weitere Funktionen und digitale Nachweise sollen nach dem Start hinzukommen. Welche Dokumente langfristig vollständig über d-you verfügbar sein werden und wann die einzelnen Ausbaustufen folgen, lässt das Ministerium zunächst offen.

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