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Langenhagen setzt automatische Sirenenalarmierung vorerst aus

Digitale Sirene oder TETRA-Sirene.
Digitale Sirene oder TETRA-Sirene. - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Stadtfeuerwehr reagiert auf Beschwerden und überprüft bisherige Alarmierungsregeln

Langenhagen – (KI/redaktionell geprüft). Die Stadtfeuerwehr Langenhagen hat am Samstag, 12. September 2026, mitgeteilt, dass die automatische Sirenenalarmierung der Feuerwehr vorerst ausgesetzt wurde. Hintergrund sind Beschwerden über nächtliche und frühmorgendliche Sirenenalarme sowie angekündigte rechtliche Schritte.

Bis auf Weiteres sollen die Sirenen für Feuerwehreinsätze nur noch gezielt und auf Anforderung ausgelöst werden.

Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sei davon nicht betroffen. Nach Angaben der Stadtfeuerwehr werden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte weiterhin über digitale Alarmierungswege erreicht. Bei Bränden, technischen Hilfeleistungen und anderen Einsätzen entstünden dadurch keine Verzögerungen.

Das Thema wurde hier schon ausführlicher behandelt: https://langenhagener-news.de/sirenen-heulen-in-langenhagen-muss-das-wirklich-sein/

Alarmstichworte werden überprüft

Parallel dazu überprüft die Stadtfeuerwehr die bisherigen Alarmierungsabläufe. Im Mittelpunkt stehen die Alarmstichworte, anhand derer die Leitstelle festlegt, welche Kräfte, Fahrzeuge und Alarmierungswege für einen Einsatz benötigt werden und somit eine automatische Sirenenalarmierung auslöst.

Dabei soll insbesondere geklärt werden, bei welchen Einsatzlagen eine zusätzliche Alarmierung per Sirene weiterhin notwendig ist. Ziel sei eine bedarfsgerechtere Nutzung, die sowohl die Anforderungen der Gefahrenabwehr als auch die Belastung der Bevölkerung berücksichtigt.

25 Sirenen dienen vor allem der Bevölkerungswarnung

Die Stadtfeuerwehr betont zugleich, dass das neue Sirenennetz nicht ausschließlich zur Alarmierung der Feuerwehr errichtet wurde. Langenhagen verfügt über 25 Sirenenstandorte im Katastrophen-/ Bevölkerungsschutz, von denen 16 zusätzlich für die Feuerwehralarmierung genutzt werden.

Hauptaufgabe des Netzes ist die Warnung der Bevölkerung bei größeren Gefahrenlagen, etwa bei Extremwetter, Gefahrstoffaustritten oder größeren Bränden. Die Sirenen ergänzen dabei Cell Broadcast, Warn-Apps und Rundfunk.

Die Stadtfeuerwehr kündigte an, den Dialog mit der Bevölkerung fortzusetzen. Beschwerden über nächtliche Alarmierungen würden ernst genommen. Gleichzeitig müsse allerdings sichergestellt bleiben, dass bei einer vollständig ehrenamtlich getragenen Feuerwehr im Ernstfall schnell ausreichend Einsatzkräfte erreicht werden.

Bis die Überprüfung abgeschlossen ist, bleibt die automatische Sirenenalarmierung für Feuerwehreinsätze ausgesetzt.

Die Funktion der Sirenen zur Warnung der Bevölkerung bleibt davon unberührt.

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