Start Hannover und Region MHH erweitert Kapazitäten für Brustkrebsbehandlungen

MHH erweitert Kapazitäten für Brustkrebsbehandlungen

KI-Bild: Eine Frau an einem Mammographiegerät.
Mammographie: Viele Brustkrebserkrankungen werden durch diese Untersuchung festgestellt. - © Karin Kaiser/MHH/KI generiert

Frauenklinik schafft zusätzliche OP-Möglichkeiten und verstärkt ärztliches Team

Hannover – (KI/redaktionell geprüft). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) erweitert die Kapazitäten ihres zertifizierten Brustzentrums. Nach Angaben der Hochschule sollen zusätzliche Operationsmöglichkeiten und mehr ärztliches Personal dazu beitragen, eine steigende Zahl von Patientinnen mit Brustkrebs zu versorgen. Die MHH reagiert damit auch auf die Verlegung des Brustzentrums des KRH Klinikums Siloah nach Gehrden.

Durch diese Verlegung soll die Zahl der zertifizierten Brustzentren im Stadtgebiet Hannover nach MHH-Angaben zum Jahresende von vier auf drei sinken. Die Hochschule erwartet deshalb zusätzlichen Behandlungsbedarf.

„Die MHH hat als universitäre Maximalversorgerin einen besonderen Versorgungsauftrag und kann zusätzlichem Bedarf durch das flexible Angebot von Behandlungsmöglichkeiten gerecht werden“, erklärt Prof. Frank Lammert, der im MHH-Präsidium für die Krankenversorgung verantwortlich ist.

Rund 400 Brustkrebsoperationen im Jahr 2024

Bereits in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Brustkrebsoperationen an der MHH deutlich gestiegen. Nach Angaben der Frauenklinik verzeichnet sie seit 2022 jährlich eine Steigerung um 25 Prozent. Im Jahr 2024 wurden demnach rund 400 entsprechende Operationen durchgeführt.

Ermöglicht worden sei dies unter anderem durch zusätzliche OP-Tage sowie den Personaleinsatz in Gynäkologie und Radiologie. Bei weiter steigendem Bedarf sollen die Kapazitäten durch zusätzliches Personal und erweiterte OP-Zeiten ausgebaut werden können.

Bundesweit erkranken nach den von der MHH angeführten Angaben des Robert Koch-Instituts jährlich rund 75.000 Frauen neu an Brustkrebs. Als Gründe für steigende Diagnosezahlen nennt die Hochschule unter anderem die höhere Lebenserwartung, eine verbesserte Früherkennung und die Erweiterung des Mammographie-Screenings.

Behandlung verschiedener Fachrichtungen gebündelt

An der MHH werden die Befunde der Patientinnen nach Angaben der Hochschule vor und nach einer Operation in einer interdisziplinären Brustkrebskonferenz besprochen. Beteiligt sind unter anderem Fachbereiche wie Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Humangenetik, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Psychoonkologie.

Darüber hinaus verfügt die MHH nach eigenen Angaben als einzige Klinik in der Region über ein spezialisiertes Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs. Dort werden unter anderem genetische Beratungen und Analysen angeboten. Bei entsprechender Voraussetzung können Patientinnen außerdem an einem intensivierten Früherkennungsprogramm teilnehmen.

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