Start Hannover und Region Polizei warnt vor „Easy Money“: Girokonto kann zur Betrugsfalle werden

Polizei warnt vor „Easy Money“: Girokonto kann zur Betrugsfalle werden

Polizei warnt
Symbolbild: Polizei warnt - © Müller/LGHNews

Junge Menschen werden über soziale Medien als Finanzagenten angeworben – Polizei warnt vor strafrechtlichen und finanziellen Folgen

Nienburg/Schaumburg – (KI/redaktionell geprüft). Mit vermeintlich einfachen Verdienstmöglichkeiten versuchen Kriminelle nach Angaben der Polizei immer wieder, insbesondere junge Menschen als sogenannte Finanzagenten anzuwerben. Gegen eine Provision sollen sie ihr Girokonto für fremde Geldtransaktionen zur Verfügung stellen, Geld weiterüberweisen oder Bargeld abheben. Die Polizei warnt: Hinter solchen „Easy Money“-Angeboten können Gelder aus Betrugsstraftaten stecken.

Die Kontaktaufnahme erfolgt laut Polizei häufig über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste. Dabei wird beispielsweise eine Provision dafür angeboten, dass Geld zunächst auf das Konto der angesprochenen Person überwiesen und anschließend weitergeleitet oder abgehoben wird.

Teilweise verlangen die Personen hinter den Angeboten auch Bankkarten oder Zugangsdaten.

Geld kann aus Betrugsstraftaten stammen

Hinter derartigen Angeboten können sogenannte Finanzagenten- oder „Money-Mule“-Modelle stehen. Dabei werden Konten anderer Personen genutzt, um Geld weiterzuleiten, das beispielsweise aus Betrugsstraftaten stammen kann.

Wer sein Konto dafür zur Verfügung stellt, kann damit nach Darstellung der Polizei zur Schnittstelle bei der Weiterleitung illegal erlangter Gelder werden. Auch wenn die angeworbene Person die Herkunft des Geldes zunächst nicht kennt, können erhebliche finanzielle und strafrechtliche Folgen entstehen.

Gerade Jugendliche könnten durch das Versprechen eines schnellen und vermeintlich unkomplizierten Verdienstes angesprochen werden. Die Polizei rät deshalb, Angebote mit Formulierungen wie „schnell Geld verdienen“, „Provision für Überweisungen“ oder „Geld verdienen mit deinem Konto“ besonders kritisch zu betrachten.

Keine Bankkarten oder Zugangsdaten weitergeben

Die Polizei rät ausdrücklich davon ab, das eigene Girokonto für Geldtransaktionen unbekannter Personen zur Verfügung zu stellen. Auch fremdes Geld abzuheben oder weiterzuüberweisen könne strafrechtliche Konsequenzen haben.

Bankkarten, PINs, Passwörter und andere Zugangsdaten sollten ebenfalls niemals an andere Personen weitergegeben werden.

Wer bereits auf ein entsprechendes Angebot eingegangen ist oder verdächtige Transaktionen über das eigene Konto abgewickelt hat, sollte die Angelegenheit nach Empfehlung der Polizei nicht eigenständig mit den mutmaßlichen Hinterleuten klären.

Betroffene sollten sich stattdessen umgehend an ihre Bank und die Polizei wenden. Nachrichten und andere Kontakte zu den Personen hinter dem Angebot sollten nicht vorschnell gelöscht werden, damit mögliche Beweismittel erhalten bleiben.

Die Polizei fasst ihre Warnung mit einem einfachen Merksatz zusammen: „Dein Konto ist kein Nebenjob.“

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