Corona-Schutzimpfung: 35.000 Senior*innen erhalten Post von der Stadt

Symbolbild - © Carl-Marcus Müller

Unterstützung durch Impfpat*innen wird organisiert

Hannover (pm).

Alle Senior*innen in Hannover, die 80 Jahre oder älter sind, erhalten in den kommenden Tagen Post von der Stadt. Insgesamt werden rund 35.000 Informationsschreiben versandt, in denen alles Wissenswerte zusammengefasst wurde, das für diesen Personenkreis für den die Corona-Schutzimpfung unmittelbar bevorsteht, von Bedeutung ist, zusammengefasst wurde.

Wie erhalte ich einen Impftermin? Wie komme ich zum Impfzentrum auf dem Messegelände und welche Unterlagen benötige ich dazu? An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe oder Unterstützung benötige? Das Informationsschreiben gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. “Uns ist es wichtig, umfassend aufzuklären, zu informieren und auch Hilfe anzubieten” sagt Oberbürgermeister Belit Onay. “Ich freue mich, dass es unter Federführung unseres Seniorenservices gelungen ist, Unterstützung durch sogenannte Impfpat*innen anzubieten. Das ist ein Stück gelebte Solidarität”, so Onay weiter. 

Wer Hilfe rund um den eigenen Impftermin benötigt, kann sich über die Mailanschrift impfpatinnen@hannover-stadt.de oder montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Rufnummer (0511)168-42345 melden. Es erfolgt zunächst eine Erstberatung der anrufenden Senior*innen. Wenn die Anrufer*innen größeren Beratungs- und Informationsbedarf haben, werden sie auf Wunsch an ein*e Impfpat*in weitervermittelt. Bislang haben sich dafür rund 70 Freiwillige gemeldet, die in einem Netzwerk mit dem Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband, dem Diakonischen Werk, dem Freundeskreis Hannover e. V., der Arbeiterwohlfahrt Region Hannover-Stadt e.V., dem DRK Region Hannover sowie der Fakultät für Diakonie, Gesundheit und Soziales der Hochschule Hannover tätig sein werden.

Im Gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Region (GIZ) auf dem Messegelände werden derzeit 450 Personen täglich geimpft, die Kapazität kann jederzeit erhöht werden, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Der Finanz-und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Dr. Axel von der Ohe, in dessen Ressort auch die das GIZ betreibende Feuerwehr fällt, sagt dazu: „Jede einzelne Impfung ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Mit den Informationen und zusätzlichen Unterstützungsangeboten helfen wir, dass jede*r Impfberechtigte*r diesen Schritt tun kann.“

Wie funktioniert das System mit den Impfpat*innen?

Den ehrenamtlichen Impfpat*innen wird vom Kommunalen Seniorenservice (KSH) eine sogenannte „Toolbox“ (Informationsblatt) zur Verfügung gestellt, in der alle relevanten Informationen rund um das Thema Impfung enthalten sind. Dies sichert den gleichen Informationsstand aller Ehrenamtlichen und somit die gleiche Unterstützung für alle Senior*innen. Diese Toolbox ist auch unter www.seniorenberatung-hannover.de zu finden, sie wird regelmäßig aktualisiert und an alle Beteiligten weitergeleitet, um eine gute und angemessene Beratung und Begleitung der Senior*innen sicherzustellen. Der KSH wird die Toolbox auch allen interessierten Organisationen zur eigenen Nutzung zur Verfügung stellen.

Die Impfpat*innen sind Ansprechpartner*innen in Zeiten der Unsicherheit. Sie sollen die Senior*innen dabei unterstützen, die vielen Informationen zur Schutzimpfung zu verstehen, Fragen zu den Unterlagen, die zum Impftermin mitgebracht werden müssen, beantworten, Fragen zum Transport (z. B. Anfahrt, Kosten, Taxi) zum Impfzentrum klären oder bei der Vereinbarung eines Impftermins helfen. Eine wichtige Aufgabe der Impfpat*innen wird auch darin bestehen, den Senior*innen zuzuhören und sie zu ermutigen – vor allem dann, wenn zum Beispiel die Terminvergabe nicht gleich auf Anhieb klappt.

Die Impfpat*innen können nicht über medizinische Fragen aufklären und sie übernehmen auch keine persönliche Begleitung oder den Transport der Senior*innen zum Impfzentrum. Jedoch können sie Auskunft geben, an wen sich die Senior*innen in diesen Fragen wenden können.

Homepage und Aktualisierung

Auf der Homepage www.seniorenberatung-hannover.de wird in einem farbig hervorgehobenen Kasten über das Angebot der Impfpat*innen informiert. Ein ergänzender Artikel liefert weitere Informationen und die beschriebene Toolbox mit relevanten Anhängen ist dort verfügbar. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert. Weiterhin werden für die Impfpat*innen und Besucher*innen der Website wiederkehrende Fragen als „FAQ“ beantwortet. Auch diese Übersicht wird regelmäßig aktualisiert. Zudem wird auf bestehende „FAQ“ des Landes Niedersachsen (https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/antworten_auf_haufig_gestellte_fragen_faq/faq-impfung-195559.html) verlinkt.

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