Dezentrales Impfangebot in Stadt- und Ortsteilen geht weiter

Impfdosen Impfstoff
Symbolbild - Quelle: Pixabay

Vierwöchige Sonderaktion mit Einmal-Impfungen soll Impfkampagne vorantreiben

Region Hannover (pm). Rund 650.000 Impfdosen wurden bis zum heutigen Mittwoch durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gemeinsamen Impfzentrums von Region und Landeshauptstadt Hannover verimpft. Nun werden erneut dezentrale Impfangebote für Impfwillige in den Stadt- und Ortsteilen gemacht. Insgesamt vier Wochen lang setzt sich dafür ein Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hannover in Bewegung, um Menschen vor Ort aufzusuchen.

„Bereits der erste Testballon im Mai war ein voller Erfolg“, bilanziert Regionspräsident Hauke Jagau. Damals hatten rund 750 Menschen an vier Tagen Impfungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg und im Garbsener Stadtteil Auf der Horst wahrgenommen. Rund 98 Prozent von ihnen waren Anfang Juli auch zur Zweitimpfung gekommen. „Das zeigt, wie groß das Interesse ist. Nun wollen wir die Impfkampagne in der Region Hannover weiter beschleunigen und mit so wenig Bürokratie wie nötig, gleichzeitig aber so viel Effizienz wie möglich ein niederschwelliges Impfangebot machen“, sagt Jagau weiter.

Zwischen Kalenderwoche 30 und Kalenderwoche 33 werden jeweils zwei Wochen in der Landeshauptstadt und zwei Wochen im Umland feste, im Voraus bestimmte Stationen durch einen Großraumrettungswagen angefahren. „Durch die im Vorfeld definierten Stationen erhoffen wir uns, dass sich das Angebot auch innerhalb der Community herumspricht“, sagt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Dafür werden Stadt und Region Hannover – wie auch im Mai – mit Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanagern sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern zusammenarbeiten. Die Termine selbst sollen jeweils auch von Dolmetscherinnen und Dolmetschern begleitet werden. „Wir sind jetzt in der Lage, das Vakzin von Johnson & Johnson vor Ort zu verabreichen. Das hat den klaren Vorteil, dass keine Zweitimpfungen organisiert werden müssen und so ein noch schnellerer Impfschutz aufgebaut werden kann“, sagt Onay.

Konkret geplant ist, dass in KW 30 und KW 32 jeweils Orte in der Landeshauptstadt, in KW 31 und KW 33 an zentralen Plätzen im Umland geimpft werden soll. Möglich sind – je nach Nachfrage und Situation vor Ort – zwischen 100 und 200 Impfungen täglich.

Dieter Rohrberg, Leiter der Berufsfeuerwehr Feuerwehr Hannover erklärt den Ablauf im mobilen Impfzug: „Der Großraumrettungswagen eignet sich optimal für den Impfvorgang. Wir können dort sowohl die Registrierung, als auch den Impfvorgang selbst in einem hygienisch-einwandfreiem und disktreten Umfeld gewährleisten. Man betritt den Wagen, registriert sich, bekommt seine Impfung und verlässt das Fahrzeug geimpft wieder. Unkomplizierter kann man den Impfvorgang nicht darstellen.“

Die Auswahl der Orte, an denen die dezentralen Impfungen stattfinden, werden unter anderem mit statistischen Auswertungen und den Erfahrungen der lokalen Sozialverwaltungen durchgeführt.

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