Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und Erlebnis-Zoo Hannover eröffnen DSW-Jugendklub-Ausstellung

Jan Kreutzberg und Andreas M. Casdorff vor der Weltbevoelkerungsuhr auf dem Zoo-Parkplatz
Jan Kreutzberg und Andreas M. Casdorff vor der Weltbevoelkerungsuhr auf dem Zoo-Parkplatz - Foto: Erlebnis-Zoo Hannover

8 Milliarden Menschen – 8 Milliarden Möglichkeiten

Hannover (pm). Am 15. November wird die neugestaltete Weltbevölkerungsuhr am Erlebnis-Zoo Hannover 8 Milliarden anzeigen. So viele Menschen leben dann nach Berechnungen der Vereinten Nationen auf der Erde – was eine große Herausforderung, aber auch viele Möglichkeiten bedeutet. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat aus diesem Anlass nicht nur die Uhr, sondern unter dem Titel „Starke Jugend – starke Zukunft“ gemeinsam mit dem Erlebnis-Zoo Hannover auch eine Ausstellung in der Themenwelt Sambesi des Zoos neugestaltet. DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg und Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff stellten die Installation heute bei einem Rundgang vor.

 „Südlich der Sahara lebt die größte Jugendgeneration aller Zeiten“, sagt DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg anlässlich der Wiedereröffnung. „43 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt. Diese Jugendlichen zu stärken, damit sie mit sich selbst aber natürlich auch ihrer Umwelt verantwortungsbewusst umgehen, darin liegt eine der zentralen Aufgaben der DSW“, erklärt Kreutzberg. „Dieses wichtige Engagement zu dokumentieren, dafür ist die Sambesi-Themenwelt doch geradezu wie geschaffen“, ergänzt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff.

Als neue Attraktion kann in Kürze jeder Zoo-Gast gleich neben dem Einstieg zur Bootsfahrt herausfinden, als der wievielte Mensch er auf die Welt gekommen ist. Unter dem Motto „What‘s your number?“ zeigt der Bevölkerungszähler nach Eingabe des Geburtsdatums die persönliche Zahl. Infografiken geben Aufschluss darüber, wie sich die eigene Lebenszeit in die Entwicklung der Weltbevölkerung einordnen lässt.

Darüber hinaus dokumentiert die Ausstellung die Arbeit der DSW in Subsahara Afrika, jener Weltregion, in der die Bevölkerung bis zum heutigen Tage mit am schnellsten wächst. Im Zentrum dieser Arbeit steht die sexuelle Aufklärung und Bildung insbesondere für Mädchen, um ihnen eine Chance auf Erwerbstätigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen. Der besondere Ansatz der DSW ist dabei, dass den Jugendlichen nicht erwachsene Respektspersonen gegenüberstehen, sondern Gleichaltrige, denen sie sich ohne hohe Hemmschwelle öffnen können. Von der DSW ausgebildete Jugendberaterinnen und -berater vermitteln anderen Jugendlichen im Alter von zehn bis 24 Jahren Grundwissen zum Thema Sexualität und beraten sie in Gesundheits- und Alltagsfragen.

Wirtschaftliche und unternehmerische Fähigkeiten werden ebenso geschult wie die politische Mitsprache. Die kleine Näherei in der Ausstellung geht auf dieses weitere Engagement der Stiftung ein: Die Jugendlichen erhalten Schulungen im Bereich Kleingewerbemanagement und lernen so, ihr eigenes Einkommen zu erwirtschaften und ihr Leben mit Rücksicht auf die Natur selbst in die Hand zu nehmen. 295 Jugendklubs und 40 Jugendförderzentren sind Teil dieses Netzwerks, das sich über Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda erstreckt. Mehr als 100 der Jugendklubs befinden sich in Schulen und arbeiten dort eng mit dem Lehrpersonal zusammen.

 „Die Sexualaufklärung und Bildung sind essenziell, damit die Mädchen und Jungen verantwortungsvoll mit ihrem eigenen Körper umgehen und selbst über ihre Zukunft entscheiden können: ob, wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen wollen“, sagt Jan Kreutzberg. „Sie müssen in die Lage versetzt werden, ihr Leben und ihre Familienplanung selbst zu bestimmen und die Gesellschaft mitzugestalten. Denn nur, wenn hier ein Umdenken stattfindet, gibt es eine Chance für eine nachhaltig gestaltete Zukunft.“ Vor acht Jahren wurde die jetzt aktualisierte Ausstellung über die Arbeit der DSW im Zoo eröffnet und ist seitdem ein fester Bestandteil der Sambesi-Landschaft geworden: „Denn es braucht genau diese Nachhaltigkeit, um den Lebensraum für Mensch und Tier zu erhalten“, unterstreicht Andreas Casdorff die Bedeutung des gemeinsamen Engagements.

Vorheriger ArtikelFass mit Säure durch Gabelstapler beschädigt
Nächster ArtikelZehnjähriger lenkt Pkw vom Beifahrersitz weil 66-jähriger während der Fahrt das Bewusstsein verliert

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein