Frankreich hilft bei Hochwasserbekämpfung in Niedersachsen

Innenministerin Behrens verschafft sich einen Überblick über die Unterstützungsmaßnahmen durch Frankreich.
Innenministerin Behrens verschafft sich einen Überblick über die Unterstützungsmaßnahmen durch Frankreich. - Foto: Bernd Günther

39 Einsatzkräfte errichten Mobildeich an der Aller / Behrens und Osigus danken

Hannover/Thören (pm). Im Kampf gegen das Hochwasser erhält Niedersachsen Hilfe aus dem Ausland: Hilfskräfte aus Frankreich haben am heutigen Donnerstag (04.01.2024) im Dorf Thören in der Gemeinde Winsen (Aller) einen mobilen Deich aufgebaut. Frankreich hatte Niedersachsen das Team mit 39 Fachleuten und 16 Fahrzeugen über das EU-Katastrophenschutzverfahren angeboten. Mit dem Einsatz im Landkreis Celle, wo zunächst 600 Meter des insgesamt 1.200 Meter langen Deichsystems verbaut werden sollen, nimmt Niedersachsen erstmals Hilfe aus dem EU-Verfahren in Anspruch.

Niedersachsens Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, Europaministerin Wiebke Osigus und die Präsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, dankten beim Vor-Ort-Termin an der Aller den Einsatzkräften: „Wir bekommen derzeit nicht nur aus Deutschland, sondern auch von unseren europäischen Nachbarn Hilfe angeboten. Das ist ein tolles Zeichen der großen internationalen Solidarität, zumal auch Frankreich zurzeit mit Überschwemmungen zu tun hat“, sagte Innenministerin Daniela Behrens. Neben Frankreich hätten unter anderem Dänemark, Niederlande, Österreich, Schweden, die Slowakei und Ungarn bei weiterem Bedarf Unterstützung angeboten.

Europaministerin Wiebke Osigus sieht in dem Katastrophenschutzverfahren ein Beispiel gelebter europäischer Solidarität. „Dieser Einsatz ist solidarische Zusammenarbeit unter Nachbarn. Wir erleben, dass das Katastrophenschutzverfahren schnell und wirksam greift“, sagte Osigus. Seit 2001 wurde das Verfahren mehr als 700mal aktiviert, 2022 bekämpften beispielsweise italienische Löschflugzeuge in Sachsen-Anhalt Waldbrände im Harz.

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