DWD warnt vor erheblichen Verkehrs- und Infrastrukturrisiken
Offenbach (redk). Die DWD-Meteorologin Sabine Krüger informiert über eine ausgeprägte Unwettersituation durch Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Ein atlantischer Tiefausläufer zieht von Westen nach Osten und bringt zunächst Schnee, der rasch in Regen übergeht. Auf den weiterhin gefrorenen Böden entsteht verbreitet gefährliches Glatteis, regional mit Unwettercharakter. Die Lage bleibt vor allem im Osten und Südosten bis in den Dienstagvormittag kritisch.
Entwicklung der Wetterlage
In der Mitte Deutschlands fällt zunächst leichter Schnee, bevor die Niederschläge in Regen übergehen. Besonders in tiefen Lagen kommt es dadurch zu erheblicher Eisbildung. Während sich die Situation von Westen her allmählich entspannt, bleibt im Bergland und in den östlichen Regionen die Glatteisgefahr länger bestehen.
Regionale Schwerpunkte
Der Schwerpunkt der gefährlichen Glatteisbildung liegt am Montagnachmittag im Südosten Deutschlands bei anhaltenden Minusgraden. Hier sind teils extreme Auswirkungen durch starken Eisansatz an Vegetation und Infrastruktur möglich. In der Nacht auf Dienstag verschärft sich die Lage auch im Osten, insbesondere im sächsischen Elbtal, wo bis in den Vormittag hinein mit erheblicher Glätte gerechnet werden muss. Im äußersten Osten nahe der polnischen Grenze fällt zusätzlich länger Schnee.
Weitere Wettergefahren
An der Nordsee und im Bergland treten zeitweise stürmische Böen auf, die bis zum Abend nachlassen. In den frostgefährdeten Regionen Ost- und Südostdeutschlands halten sich tagsüber Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Erst im Verlauf des Dienstags ist auch dort mit einer allmählichen Entspannung zu rechnen.









