
Kommunale Kleinbusse sollen in der ukrainischen Partnerstadt eingesetzt werden
HANNOVER – (KI/redaktionell geprüft). Die Landeshauptstadt Hannover setzt ihre Unterstützung für die ukrainische Partnerstadt Mykolajiw fort. Fünf ehemalige Mannschaftswagen der Feuerwehr wurden vor dem Neuen Rathaus an den Verein Blau-Gelbes Kreuz übergeben und sollen künftig in Mykolajiw für kommunale Aufgaben eingesetzt werden.
Fahrzeuge für verschiedene kommunale Aufgaben
Die fünf Kleinbusse stammen aus dem Fuhrpark der Feuerwehr Hannover und wurden dort ausgesondert. Nach Angaben der Stadt haben die Fahrzeuge zusammen noch einen Restwert von 26.000 Euro. Für Zollabwicklung, Transport und technische Vorbereitung fallen weitere Kosten von rund 7.000 Euro an.
Die Fahrzeuge sollen in Mykolajiw unter anderem von spezialisierten Teams genutzt werden, die nach Angriffen, Unwettern oder anderen Notfällen schnell vor Ort sein müssen. Sie können Mitarbeitende, Werkzeug, Ausrüstung und Material zu Einsatzorten bringen, an denen Reparaturen oder Arbeiten an der kommunalen Infrastruktur erforderlich sind.
Darüber hinaus sind weitere Einsatzbereiche vorgesehen. Die Kleinbusse sollen unter anderem beim Transport streunender und verwilderter Haustiere sowie bei der Sammlung von Hausmüll eingesetzt werden. Auch für den Transport junger Sportlerinnen und Sportler zu Wettkämpfen sind die Fahrzeuge vorgesehen.
Überführung über das Blau-Gelbe Kreuz
Organisiert wird die Unterstützung vom Büro für Internationale Angelegenheiten der Stadt Hannover. Bei der Überführung arbeitet die Stadt mit dem Blau-Gelben Kreuz Deutsch-Ukrainischer Verein aus Köln zusammen.
Oberbürgermeister Belit Onay und Finanz-, Ordnungs- und Feuerwehrdezernent Axel von der Ohe übergaben die Fahrzeuge vor dem Neuen Rathaus an Mitglieder des Vereins. Zu den Anwesenden gehörte auch die Vorstandsvorsitzende Linda Mai.
Onay erklärte, Hannover stehe „nicht nur mit Worten, sondern ganz konkret“ an der Seite von Mykolajiw. Die fünf Fahrzeuge sollten dazu beitragen, dass wichtige kommunale Aufgaben trotz der schwierigen Bedingungen infolge des russischen Angriffskrieges aufrechterhalten werden können.
Auch von der Ohe verwies auf die weitere Nutzung der ausgemusterten Feuerwehrfahrzeuge. Sie könnten in Mykolajiw noch wertvolle Dienste leisten, sagte der Feuerwehrdezernent.
Unterstützung für Bevölkerungsschutz und Wiederaufbau
Die Lieferung ist Teil der Solidaritätspartnerschaft zwischen Hannover und Mykolajiw. Nach Angaben der Stadt geht es dabei neben konkreter Unterstützung auch um den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen.
Der Bürgermeister von Mykolajiw, Oleksandr Syenkevych, dankte Hannover für die fortgesetzte Unterstützung. Die Fahrzeuge würden unmittelbar dazu beitragen, kommunale Dienstleistungen für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten, erklärte er.









