Mehr Barrierefreiheit auch im regionalen Busverkehr

Bus innen
Symbolbild - Quelle: Pixabay

In zehn Kommunen werden in diesem Jahr Haltestellen umgerüstet

Region Hannover (pm). Der barrierefreie Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Hannover geht weiter: Für dieses Jahr ist der Umbau von insgesamt 32 Bushaltestellen in Burgdorf, Garbsen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Neustadt, Pattensen, Ronnenberg, Sehnde und Wunstorf geplant. Dafür investiert die Region Hannover rund 2,6 Millionen Euro; das Land Niedersachsen beteiligt sich an den Baukosten mit voraussichtlich 1,4 Millionen Euro. Eine entsprechende Beschlussempfehlung hat der Verkehrsausschuss in seiner heutigen Sitzung ausgesprochen.

Seit 20 Jahren investiert die Region Hannover kontinuierlich in die barrierefreie Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs in und um Hannover. In enger Abstimmung mit den Kommunen und Verkehrsunternehmen konnten so auch jährlich 16 Umbauten von Bushaltestellen realisiert werden. Zwischenziel ist es, dass in jedem Ortsteil einer Kommune mindestens eine Haltestelle zur Verfügung steht, die es Menschen mit Handicaps ermöglicht, den öffentlichen Nahverkehr uneingeschränkt zu nutzen. Mit dem Ausbau der SprintH-Linien, die seit 2019 für schnelle und direkte Verbindungen aus dem hannoverschen Umland in die Innenstadt sorgen, hat die Region Hannover zusätzliche Fördermittel für den barrierefreien Ausbau von 16 Haltepunkten beantragt. Die Zusage der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) auf Übernahme der Kosten für die insgesamt 32 Haltstellen liegt bereits vor.

Ein wesentlicher Bestandteil bei der barrierefreien Neugestaltung von Haltestellen ist die Anhebung der Bordsteine auf eine Höhe von 16 Zentimetern. So wird Menschen mit Handicaps oder auch Eltern mit Kinderwagen der Ein- und Ausstieg bei Fahrzeugen der ÜSTRA und der regiobus erleichtert. Um den Nahverkehr im Busbereich wirklich stufenlos zugänglich zu machen, kommen Niederflurbusse zum Einsatz. Mit der „Kneeling“-Technik kann das Fahrzeug hydraulisch in Richtung Bordstein abgesenkt werden. Die Haltestellen werden auch um neue, vergrößerte Warteflächen mit Infovitrinen und Wartehallen zum Schutz vor äußeren Witterungsbedingungen ergänzt. Erstastbare Bodenelemente sollen Menschen, die in ihrer Sehkraft eingeschränkt sind, als Orientierungshilfe dienen. Der Einbau von Fahrradbügel soll die individuelle Anreise zum Haltepunkt des öffentlichen Nahverkehrs unterstützen.

Die Gesamtkosten der für 2021 geplanten Haltestellenumbauten belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. Zur Abdeckung unvorhersehbarer Kosten – etwa Anpassungen an das bauliche Umfeld in den jeweiligen Kommunen – wird die Ausgabe auf 2,6 Millionen Euro aufgerundet.

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