Junge MHH-Ärztin wird erneut geehrt

Dr. Laura Hinze
24-jährige Laura Hinze wird mit Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2022 ausgezeichnet. - Quelle: MHH / Karin Kaiser

24-jährige Laura Hinze wird mit Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2022 ausgezeichnet

Hannover (pm). Dr. Laura Hinze, Ärztin und Forscherin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), wird im März mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis 2022 ausgezeichnet, wie der Stiftungsrat der Paul Ehrlich-Stiftung heute bekannt gab. Die 24-Jährige ist damit die jüngste Preisträgerin in der Stiftungsgeschichte und wird für ihren bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Signalübertragung in Krebszellen ausgezeichnet. „Das ist eine große Ehre für Frau Hinze und ein wunderbarer Erfolg für unsere Nachwuchsförderung“, betont MHH-Präsident Professor Dr. Michael Manns. Für Dr. Hinze ist es bereits der zweite große Erfolg binnen weniger Monate: Im Dezember 2021 hatte die Deutschen Krebshilfe sie in das Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm aufgenommen.

„Ich will verstehen, warum Leukämiezellen und andere Krebszellen nicht auf Therapien ansprechen, und untersuche mit meiner Arbeitsgruppe dazu auf molekularer Ebene den Aminosäuren- und Proteinabbau der Krebszellen“, erklärt Dr. Laura Hinze, die in der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie tätig ist. Den Nachwuchspreis erhält sie, weil sie entdeckt hat, wie verschiedene Wege der Signalübertragungen in Krebszellen zu einer Resistenz gegen das Chemotherapeutikum Asparaginase führen. Damit hat sie mit ihrer Arbeitsgruppe neue Angriffspunkte für die Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) als auch für Darmkrebs erschlossen.

Der 2006 erstmals vergebene Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Nachwuchspreis wird von der Paul Ehrlich-Stiftung einmal jährlich an einen in Deutschland tätigen Nachwuchswissenschaftler oder eine in Deutschland tätige Nachwuchswissenschaftlerin verliehen für herausragende Leistungen in der biomedizinischen Forschung. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert, das Geld muss forschungsbezogen verwendet werden.

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