86 Brandeinsätze und 160 Notfälle zwischen Jahreswechsel und Neujahrsmorgen
Hannover (pm/redk). In der Silvesternacht kam es in Hannover zu einem hohen Einsatzaufkommen für Feuerwehr und Rettungsdienst. Zwischen 19:00 Uhr und 07:00 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu zahlreichen Bränden und medizinischen Notfällen aus. Trotz mehrerer größerer Einsatzstellen lag die Zahl der Brandeinsätze unter dem Niveau des Vorjahres. Umfangreiche Vorbereitungen mit zusätzlichem Personal und Einsatzfahrzeugen sorgten für eine stabile Einsatzbewältigung.
Ruhigeres Einsatzgeschehen als im Vorjahr
Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Hannover 86 Brandeinsätze und damit deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum (2024/2025: 131). Der Rettungsdienst wurde zu 160 Notfalleinsätzen alarmiert, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht (2024/2025: 158). Trotz der geringeren Zahl an Bränden stellten zeitgleich auftretende Einsatzstellen die Einsatzkräfte vor hohe organisatorische Anforderungen.
Schwerpunkt auf Containerbränden
Neben drei größeren Einsatzstellen bestand der Großteil der Brandeinsätze aus brennenden Müll- und Papiercontainern, die vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Die Feuerwehr konnte alle Brände zügig löschen und dadurch größere Sachschäden verhindern.
Mehrere größere Brandeinsätze im Stadtgebiet
Um 00:26 Uhr wurde ein Kellerbrand im Stadtteil Vahrenheide gemeldet. In der Straße Sahlkamp brannte es in einem Keller, der Treppenraum war stark verraucht. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten alle Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Drei Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor. Nach dem Löschen wurde das Gebäude entraucht und aufgrund der Brandintensität stromlos geschaltet. Im Einsatz waren zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, eine Ortsfeuerwehr und der Rettungsdienst.
Wenige Minuten später, um 00:34 Uhr, wurde die Feuerwehr zu einem Balkonbrand in die Alemannstraße im Stadtteil Vahrenwald alarmiert. Aufgrund mehrerer Notrufe und der Meldung eines Flammenüberschlages auf weitere Balkone wurde das Einsatzstichwort erhöht. Ein Anwohner hatte bereits eigene Löschversuche unternommen und sich dabei leicht verletzt, ein Krankenhausaufenthalt war nicht erforderlich. Die Brandbekämpfung erfolgte im Innenangriff sowie über eine Drehleiter. Nach etwa 20 Minuten war das Feuer unter Kontrolle, es schlossen sich umfangreiche Nachlöscharbeiten und Wohnungsüberprüfungen an.
Um 00:53 Uhr wurde ein weiterer Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung im Treppenhaus im Stadtteil Linden-Nord am Bethlehemplatz gemeldet. Auch hier hatten die Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Die Brandbekämpfung erfolgte im Innenangriff sowie über ein Kellerfenster von außen. Nach rund 15 Minuten konnte „Feuer aus“ gemeldet werden, anschließend wurde das Gebäude entraucht.
Angriff auf Einsatzkräfte bleibt ohne Verletzte
In Oberricklingen wurde gegen 01:00 Uhr ein Angriffstrupp der Feuerwehr beim Löschen eines brennenden Müllbehälters mit einem Feuerwerkskörper beworfen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.
Rettungsdienst vielfach im Einsatz
Der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover wurde in der Silvesternacht insbesondere zu Einsätzen wegen Alkoholvergiftungen sowie Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen alarmiert. Die Einsatzkräfte leisteten hierbei qualifizierte medizinische Hilfe.
Umfangreiche Vorbereitung und hohe Leitstellenbelastung
Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle sowie eine erhöhte Anzahl fest besetzter Einsatzfahrzeuge intensiv auf die Silvesternacht vorbereitet. An zwölf Standorten der Freiwilligen Feuerwehr besetzten 147 ehrenamtliche Einsatzkräfte zwischen 17:00 Uhr und 04:00 Uhr ihre Löschfahrzeuge. Insgesamt standen rund 20 zusätzliche Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Die Berufsfeuerwehr stellte gemeinsam mit den Beauftragten im Rettungsdienst 14 zusätzliche Rettungsmittel für die Notfallrettung bereit.
Die Regionsleitstelle Hannover bearbeitete zwischen 19:00 Uhr und 07:00 Uhr insgesamt 709 Hilfeersuchen in der gesamten Region Hannover. Damit lag das Einsatzaufkommen leicht unter dem Vorjahreswert (2024/2025: 724), blieb jedoch auf hohem Niveau. Auch hier war zusätzliches Personal eingesetzt, um die Vielzahl eingehender Notrufe zeitnah zu bearbeiten und die erforderlichen Einsatzmittel zu disponieren.










