Sozial- und Migrationsberatungsstelle Vahrenheide feiert ihren dritten Geburtstag

Die Sozial- und Migrationsberatungsstelle bietet Unterstützung bei vielen Themen.
Die Sozial- und Migrationsberatungsstelle bietet Unterstützung bei vielen Themen. - Foto: Johanniter/Janna Schielke

Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich und viele weitere Gäste gratulieren den Johannitern

Hannover-Vahrenheide (pm). Wo bekomme ich einen Schulplatz für mein Kind? Ich verstehe die Post von den Behörden nicht. Was muss ich tun? Wer hilft mir, wenn ich Schulden habe? Mit diesen und vielen anderen Fragen suchen die Menschen Rat in der Sozial- und Migrationsberatungsstelle Vahrenheide. Am 13. Juni 2022 sind einige von ihnen aus einem anderen Grund in die Plauener Straße 19A gekommen: Die Einrichtung in Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. feiert ihren dritten Geburtstag. Zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, Ehrenamtliche und viele Besucher der Beratungsstelle sind gekommen, um den Johannitern zu gratulieren und Koordinatorin Claudia Dedermann Blumen zu überreichen. An Stehtischen bei Limonade und Gebäck kommen sie ins Gespräch.

Mercy Adukpo verteilt am Eingang Namensschilder. Sie kommt häufig in die Sozial- und Migrationsberatungsstelle. Meist geht es dann um Behördenangelegenheiten oder Briefe, die sie nicht versteht und Claudia Dedermann dann auf Englisch übersetzt. Gemeinsam finden die beiden dann eine Lösung für das jeweilige Problem. Damit alle Geburtstagsgäste Platz finden, haben die Johanniter in den „Feier(t)raum“ direkt neben der Einrichtung eingeladen. „Wir möchten in den Austausch kommen und unsere Arbeit spürbar machen“, sagt Florian Walther, Bereichsleiter Flüchtlingshilfe bei den Johannitern. Gleichzeitig möchten sich die Johanniter bei allen Unterstützern der letzten Jahre bedanken.

Auf zwei kleinen Tischen hat Claudia Dedermann aufgebaut, womit die Menschen am häufigsten zu ihr in die Beratungsstelle kommen: Stapelweise Anträge und Formulare. Es geht um Sozialleistungen, Kindergeld, Aufenthaltserlaubnisse oder Zuschüsse zur Miete. Claudia Dedermann unterstützt bei all diesen und mehr Themen. Der Bedarf ist hoch im Stadtteil Vahrenheide, wo viele armutsbetroffen sind oder eine Migrationsgeschichte haben.

4614 Einzel-Beratungsgespräche haben in der Sozial- und Migrationsberatungsstelle seit der Eröffnung im Juni 2019 bis Ende 2021 stattgefunden und damit mehr als 19.000 Menschen erreicht. „Beeindruckende Zahlen“, sagte Dr. Wjahat Waraich, Bezirksbürgermeister in Bothfeld-Vahrenheide. Das zeige, welch hohe Bedeutung die Einrichtung für den Stadtteil hat. „Alle demokratischen Fraktionen im Bezirksrat möchten die Sozial- und Migrationsberatungsstelle erhalten. Es soll eine dauerhafte Einrichtung werden.“ Bisher sind die Johanniter bei der Finanzierung auf Projekt-Förderungen und Spenden angewiesen. Damit sie weiterhin dem hohen Beratungs-Bedarf gerecht werden können, hoffen sie auf eine institutionelle Förderung.

Trotz der Feierstimmung wird auch an diesem Tag Claudia Dedermanns Hilfe gebraucht: Eine Besucherin benötigt Unterstützung beim Ausfüllen eines Antrags. Also setzt sich die Sozialarbeiterin kurzerhand mit ihr in eine ruhige Ecke und die beiden gehen das Formular gemeinsam durch.

Wer ebenfalls Unterstützung sucht, kann sich zu folgenden Zeiten an die Sozial- und Migrationsberatungsstelle wenden:

Offene Sprechstunde:

Dienstags von 14:00 bis 18:30 Uhr

Beratung mit Termin:

Montag:             10:00 bis 19:30 Uhr

Dienstag:            09:00 bis 14:00 Uhr

Mittwoch:          09:00 bis 18:30 Uhr

Donnerstag:      10:00 bis 19:30 Uhr

Termine können unkompliziert vor Ort, telefonisch unter 0511 56865803 oder per E-Mail unter sozialberatungsstelle-vahrenheide.hannover@johanniter.de vereinbart werden.

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