Großeinsatz: Stadtbahnunfall mit schwer verletztem Bahnfahrer und mehreren verletzten Fahrgästen

Schwerer Stadtbahnunfall in Hannover
Mindestens 10 Verletzte forderte ein Unfall zwischen zwei Stadtbahnen am Endhaltepunkt Messe-Ost in Hannover. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot vor Ort um den eingeklemmten Fahrer und die Verletzten zu versorgen. © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Feuerwehr löste einen Großeinsatz aus

Hannover (redk). Am heutigen Montagmittag, 10.06.2024, sind im hannoverschen Stadtteil Mittelfeld an der Haltestelle Messe-Ost/ Expo-Plaza zwei Stadtbahnen zusammengestoßen. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierte eine einfahrende Stadtbahn mit einer bereits haltenden Stadtbahn. Bei dem Unfall wurden mehrere Personen leicht und ein 61 Jahre alter Bahnfahrer schwer verletzt.

Die Kollision ereignete sich gegen 12:20 Uhr direkt an der Haltestelle Messe-Ost/ Expo-Plaza. Eine Stadtbahn der Linie 6 hielt an der Haltestelle, als eine zweite Stadtbahn beim Einfahren auf die stehende Bahn auffuhr. Der Aufprall war so heftig, dass einer der beiden Züge entgleiste. Der 61-jährige Fahrer des auffahrenden Zuges wurde in seinem Fahrstand eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehr befreite ihn mit schwerem technischem Gerät und brachte ihn zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus.

Insgesamt wurden 18 Fahrgäste verletzt, davon zwölf unter 18 Jahren. Sie wurden zunächst vom Rettungsdienst vor Ort versorgt und anschließend teilweise in Krankenhäuser gebracht. Neun Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen und wurden in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Die übrigen acht Personen wurden nach intensiver Untersuchung ohne behandlungspflichtige Verletzungen entlassen und konnten den Heimweg antreten. Die 23 Jahre alte Fahrerin der vorderen Stadtbahn sowie weitere Insassen blieben unverletzt und wurden von Rettungskräften vor Ort betreut.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Hannover waren mit 29 Fahrzeugen und über 80 Einsatzkräften bis 15:30 Uhr im Einsatz. Der Unfallort musste für die Unfallaufnahme und Rettungsmaßnahmen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die Polizei ermittelt zur Unfallursache und hat ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalls eingeleitet. Die Schadenssumme liegt nach ersten Schätzungen der Polizei im niedrigen siebenstelligen Bereich.

Mit freundlicher Genehmigung von: bg-press.de/Bernd Günther
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