Nach Volleinsatz im Januar werden Streumittellager aufgefüllt und moderne Technik vorgestellt
Hannover/Region (pm/redk). Nach intensiven Wintertagen Anfang Januar zieht der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) eine positive Bilanz des ersten Volleinsatzes 2026. Vom 3. bis zum 12. Januar war die Stadtreinigung durchgehend im Einsatz, um Straßen, Wege und Verkehrsflächen in Hannover sicher zu halten. Während sich die Wetterlage aktuell entspannt, laufen die Vorbereitungen für kommende Frostperioden bereits auf Hochtouren: Streumittellager werden wieder aufgefüllt, Technik und Fuhrpark stehen einsatzbereit.
Zwischen dem 3. und 12. Januar befand sich der Winterdienst von aha im Volleinsatz. Ziel war es, die Mobilität in der Landeshauptstadt Hannover trotz Schnee und Glätte aufrechtzuerhalten. In dieser Phase wurden insbesondere rund 420 Kilometer Hauptverkehrsstraßen sowie priorisierte Rettungswege kontinuierlich geräumt und gestreut. Darüber hinaus wurden etwa 2.000 Kilometer Radwege, Überwege und Nebenstraßen betreut. Laut aha hat sich das Zusammenspiel aus Einsatzplanung, Technik und Personal dabei bewährt.
Nachschub für den Winterdienst: Streumittellager werden aufgefüllt
Um auch für kommende Frostphasen gerüstet zu sein, füllt aha derzeit die Streumittellager an der Zentrale an der Karl-Wiechert-Allee wieder auf. Rund 3.000 Tonnen Streusalz wurden nachbestellt und werden schrittweise angeliefert. Täglich treffen etwa 200 Tonnen Salz ein. Insgesamt verfügt aha über eine Lagerkapazität von rund 6.000 Tonnen Streusalz sowie zusätzlich etwa 3.000 Tonnen Splitt für den Winterdienst.
Solemischanlage als Herzstück der Glättebekämpfung
Ein zentraler Bestandteil des Winterdienstes ist die leistungsstarke Solemischanlage von aha. In dieser Anlage wird eine Salz-Wasser-Lösung hergestellt, die im sogenannten Feuchtsalz-Verfahren eingesetzt wird. Dabei wird das Salz unmittelbar vor dem Ausbringen mit Sole befeuchtet. Dies verhindert ein Verwehen des Streuguts und sorgt dafür, dass die Sole direkt auf der Fahrbahn haftet und ihre tauende Wirkung entfalten kann. Der Salzverbrauch wird dadurch reduziert, was sowohl effizient als auch umweltschonend ist. Die Anlage zählt zu den leistungsstärksten ihrer Art in der Region Hannover.
Rund 200 Fahrzeuge im Einsatz für Hannovers Straßen
Im Volleinsatz setzt aha rund 200 Fahrzeuge ein. Schwere Räum- und Streufahrzeuge sichern die Hauptverkehrsstraßen sowie die priorisierten Rettungswege. Speziell ausgerüstete Schmalspurfahrzeuge kümmern sich um das umfangreiche Netz an Radwegen, Überwegen und Nebenstraßen. Begleitet wird der Einsatz durch die aha-Werkstatt, die bei winterlichen Extremwetterlagen im Schicht- und Notdienst arbeitet, um die Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge rund um die Uhr sicherzustellen.

Geschäftsführung und Einsatzleitung ziehen positives Fazit
„Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität. Deshalb füllen wir unsere Lagerkapazitäten von 6.000 Tonnen Streusalz bereits jetzt wieder konsequent auf, um für kommende Frostphasen bestmöglich gerüstet zu sein“, betont Julia Fürst aus der aha-Geschäftsführung. „Unsere Bilanz der letzten Tage zeigt, dass die Abläufe von der Materialbeschaffung über die Werkstatt bis hin zum Einsatz auf der Straße gut ineinandergreifen.“
Auch aus Sicht der Einsatzleitung fällt das Fazit positiv aus. „Der erste große Härtetest des Jahres hat gezeigt, dass unsere Priorisierung und der Einsatz moderner Sole-Technik greifen“, erklärt Mandy Hesse, Einsatzleitung des Winterdienstes und stellvertretende Leitung der Stadtreinigung. Die aktuell ruhigere Wetterphase werde genutzt, um Reserven aufzustocken und Technik sowie Personal auf die nächsten Einsätze vorzubereiten.
Starkes Team im Wintereinsatz
In der Spitze waren während der Frostperiode über 360 Beschäftigte im Einsatz. Unterstützt wurde der Winterdienst durch Personal der Landeshauptstadt Hannover sowie durch abteilungsübergreifende Hilfe aus der Abfallsammlung und von den Wertstoffhöfen. Gemeinsam stellt aha damit sicher, dass Hannover auch bei winterlichen Wetterlagen möglichst sicher und mobil bleibt.










