Zeugenaufruf: Rettungswagen auf Einsatzfahrt gegen Baum geprallt

Polizei
Symbolbild: Zeugenaufruf Polizei - © Müller/LGHNews

Mehrere Personen zum Teil lebensgefährlich verletzt

Hannover (ots). Bei einer Einsatzfahrt am Freitagmorgen, 07.06.2024, ist ein Rettungswagen auf der Kreisstraße 102 zwischen den Ortschaften Wiechendorf und Scherenbostel nach einem Zusammenstoß mit einem Pkw gegen einen Baum geprallt. Vier Personen verletzt, drei davon schwer. Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls.

Siehe auch hier: https://langenhagener-news.de/verkehrsunfall-mit-eingeklemmter-person-2/

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der mit Blaulicht fahrende Rettungswagen gegen 10:40 Uhr mit einer 88-jährigen Patientin aus der Wedemark auf der Resser Straße in Richtung Bissendorf unterwegs. Etwa 50 Meter hinter der Ortschaft Buchholz wollte ein in gleicher Richtung fahrender Renault nach links in einen Wirtschaftsweg abbiegen. Der 55-jährige Fahrer des Rettungswagens setzte gleichzeitig zum Überholen des Pkw an, so dass es zum seitlichen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge kam. Während der Renault wenige Meter hinter der Kollisionsstelle zum Stehen kam, kam der Rettungswagen durch die Ausweichbewegung des Fahrers nach links von der Fahrbahn ab, schleuderte durch einen angrenzenden Straßengraben und prallte schließlich frontal gegen einen Baum.

Während der Fahrer des Rettungswagens aus Langenhagen und die Patientin schwer verletzt mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht wurden, wurde eine ebenfalls an Bord befindliche 23-jährige Rettungsassistentin aus Nienburg mit lebensgefährlichen Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Der 83-jährige Fahrer des Pkw wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Für die Dauer der Unfallaufnahme war die Resser Straße bis etwa 17:00 Uhr voll gesperrt. Neben dem Rettungsdienst waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Bissendorf und Mellendorf, die Berufsfeuerwehr Hannover, ein Notfallseelsorger, die Verkehrsunfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover sowie die Polizei mit mehreren Fahrzeugen des Streifen- und Verkehrsunfalldienstes im Einsatz. Außerdem wurde ein Gutachter beauftragt.

Der Verkehrsunfalldienst schätzt den entstandenen Gesamtschaden auf 207.000 Euro und hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung infolge eines Unfalls eingeleitet.

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

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