Weltleitmesse rückt Bevölkerungsschutz, Resilienz und internationale Zusammenarbeit in den Fokus
Hannover (pm/redk). Vom 1. bis 6. Juni 2026 wird Hannover zum internationalen Treffpunkt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Die INTERSCHUTZ, weltweit führende Fachmesse für zivile Sicherheit, stellt unter dem Leitthema „Safeguarding tomorrow: Zukunft schützen – Resilienz stärken“ den modernen Bevölkerungsschutz so umfassend wie nie zuvor in den Mittelpunkt. Mit mehr als 1.500 Ausstellern aus 51 Nationen zeichnet sich bereits jetzt eine Rekordveranstaltung ab.
Weltleitmesse mit klarem Schwerpunkt Bevölkerungsschutz
Die INTERSCHUTZ 2026 findet auf dem Messegelände in Hannover statt und wird vom Veranstalter Deutsche Messe AG ausgerichtet. Sechs Tage lang stehen aktuelle Herausforderungen wie zunehmende Waldbrandgefahr, häufigere Naturereignisse und eine angespannte geopolitische Lage im Fokus.
„Zunehmende Waldbrandgefahr, immer häufigere Naturereignisse und eine unsichere geopolitische Lage – das ist das Spannungsfeld, dem sich die Weltgemeinschaft mehr denn je stellen muss“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. Der Bevölkerungsschutz habe sich neben Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem eigenständigen, tragenden Themenbereich entwickelt.
Rekordbeteiligung und internationale Aussteller
Mit über 1.500 Ausstellern aus 51 Nationen erreicht die INTERSCHUTZ 2026 eine neue Dimension. Allein in Halle 17 präsentieren sich fast 100 Aussteller mit Lösungen rund um den Bevölkerungsschutz. Thematisiert werden Prävention, Schutz kritischer Infrastrukturen sowie schnelle Einsatzbereitschaft in Krisenlagen.
Ein wachsender Schwerpunkt liegt zudem auf der Zusammenarbeit zwischen zivilen Hilfsorganisationen und militärischen Akteuren. Die Messe greift damit die zunehmende Bedeutung vernetzter Sicherheitsstrukturen auf nationaler und internationaler Ebene auf.
Innovationen und neue Konzepte im Mittelpunkt
Im Zentrum von Halle 17 bietet der Gemeinschaftsstand „New Concepts for Civil Protection“ insbesondere Erstausstellern eine Plattform. Unternehmen und Organisationen präsentieren dort praxisnahe Innovationen und neue Lösungsansätze für den Bevölkerungsschutz. Vertreten sind unter anderem ALTRAD plettac assco, der Bundesverband Deutscher Bestatter, Marine Alutech sowie mehrere Technologieanbieter.
Die Bandbreite reicht von modularen Schutzsystemen über Spezialausrüstung bis hin zu neuen Dienstleistungen für Einsatzkräfte und Behörden.
Mobiles Krankenhaus als Publikumsmagnet
Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher in Halle 23: Dort errichtet das Deutsches Rotes Kreuz erstmals auf der INTERSCHUTZ ein komplettes mobiles Krankenhaus. Auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern entsteht ein System aus 20 Zelten, das bereits bei internationalen Erdbebeneinsätzen erfolgreich genutzt wurde.
Ergänzt wird das Angebot durch weitere Hilfsorganisationen wie das Technisches Hilfswerk, Rettungshundestaffeln und spezialisierte Drohneneinheiten, die ihre Arbeit sowohl in den Messehallen als auch auf dem Freigelände vorstellen.
Wissenstransfer und Fachdialoge
Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nutzt die INTERSCHUTZ 2026, um seinen vollständig überarbeiteten Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ vorzustellen. Der Leitfaden zeigt praxisnah, wie Bürgerinnen und Bürger sich auf mögliche Krisensituationen vorbereiten können.
Darüber hinaus bilden Fachkonferenzen und Vorträge einen zentralen Bestandteil der Messe. Die FEU Leadership Conference am 3. und 4. Juni bringt internationale Führungskräfte zusammen, um strategische Fragen des europäischen Bevölkerungsschutzes zu diskutieren. Auch die CP-Konferenz des CPM Verlags kehrt zurück und widmet sich unter dem Motto „Zivile Kräfte voraus: Operationsplan Deutschland 2.0!“ aktuellen Herausforderungen.
Forum, WildfireCamp und Bundeswehr-Beiträge
Auf dem INTERSCHUTZ Forum spielt der Bevölkerungsschutz an allen sechs Messetagen eine zentrale Rolle. Vertreter des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erläutern dort den Organisationsplan Deutschland, der militärische und zivile Strukturen enger verzahnt.
Premiere feiert zudem das WildfireCamp@INTERSCHUTZ, eine neue Plattform für Expertinnen und Experten zur Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zu Drohneneinsatz, Künstlicher Intelligenz im Zivilschutz sowie radiologischen Gefahrenlagen.
Bedeutung für Hannover und die Öffentlichkeit
Für Hannover unterstreicht die INTERSCHUTZ 2026 die Rolle der Stadt als internationaler Messestandort und als Zentrum für Sicherheits- und Zukunftsthemen. Gleichzeitig richtet sich die Messe nicht nur an Fachpublikum, sondern vermittelt auch der breiten Öffentlichkeit, wie wichtig Resilienz, Vorsorge und funktionierender Bevölkerungsschutz für die Gesellschaft von morgen sind.










