Start Hannover und Region Hochwasserschutz-Training beim THW Ortsverband Hannover/Langenhagen

Hochwasserschutz-Training beim THW Ortsverband Hannover/Langenhagen

Hochwasserschutz-Training beim THW Ortsverband Hannover/Langenhagen
Hochwasserschutz-Training beim THW Ortsverband Hannover/Langenhagen - Erläuterung der Aufkadung und Palletierung am Modell. - Foto: THW Hannover/Langenhagen / Pierre Graser

THW-Ortsverband bereitet sich praxisnah auf Deicheinsätze vor

Hannover/Langenhagen. Mit Blick auf mögliche Hochwasserlagen haben sich die Helferinnen und Helfer des THW-Ortsverbandes Hannover/Langenhagen am Samstag, 20. Juni 2026, intensiv auf den Ernstfall vorbereitet. Bei einer kombinierten Aus- und Fortbildung standen Deichverteidigung, Schadensbilder an Deichen und der fachgerechte Einsatz von Sandsäcken im Mittelpunkt.

Bei sommerlichen Temperaturen absolvierten die Einsatzkräfte eine umfassende Ausbildung zum Hochwasserschutz und zur Deichverteidigung. Ziel war es, sowohl theoretische Grundlagen zu vertiefen als auch praktische Abläufe realitätsnah zu trainieren – insbesondere für den Fall, dass Deiche akut gesichert werden müssen.

Theorie: Gefahren erkennen und richtig einschätzen

Zu Beginn vermittelten die Technischen Berater für Hochwasserschutz und Deichverteidigung, Sven Quintel und Manuel Klinnert, grundlegendes Wissen zu den Risiken bei Arbeiten am und im Wasser. Dazu gehörten unter anderem Sicherheitsaspekte sowie die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der frühzeitigen Erkennung typischer Deichschäden. Die Teilnehmenden lernten, wie sich Sickerstellen, Erosionen oder Rissbildungen bemerkbar machen und warum ein schnelles Erkennen entscheidend ist, um größere Schäden oder Deichbrüche zu verhindern.

Praxis: Sandsäcke, Aufkadung und Deichfußsicherung

Im Anschluss folgte der praktische Teil der Ausbildung. An mehreren Stationen errichteten die Helferinnen und Helfer unter anderem eine sogenannte Aufkadung aus Sandsäcken sowie eine Auflast zur Stabilisierung des Deichfußes. Dabei kam es nicht nur auf Kraft, sondern vor allem auf Technik und richtige Anordnung an.

Ein weiterer Ausbildungsinhalt war das Befüllen von Sandsäcken. Geübt wurden verschiedene Methoden, darunter auch Verfahren, die sich besonders für den Einsatz von Spontanhelfenden eignen. Zusätzlich trainierten die Teilnehmenden die korrekte Befüllung unterschiedlicher Sandsacktypen sowie deren Verpackung und Transport.

Effiziente Abläufe im Rotationsverfahren

Die Ausbildung war als Stationsbetrieb organisiert. Im Rotationsverfahren wechselten die Einsatzkräfte zwischen den einzelnen Übungsbereichen, sodass alle Inhalte umfassend vermittelt werden konnten. Die gefüllten Sandsäcke wurden anschließend über eine Menschenkette weitergegeben – ein bewährtes Vorgehen, das im Einsatzfall wertvolle Zeit sparen kann.

Während der Übungen gaben die Ausbilder zahlreiche praxisnahe Hinweise aus realen Hochwassereinsätzen, die den Teilnehmenden zusätzliche Sicherheit für zukünftige Lagen vermitteln sollen.

Positive Bilanz und Dank an Unterstützer

Am Ende des Ausbildungstages zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Die Kombination aus Theorie und Praxis ermöglichte es den Helferinnen und Helfern, ihr Fachwissen zu vertiefen und wichtige Handlungssicherheit für künftige Hochwasser- und Deicheinsätze zu gewinnen.

Der Ortsverband bedankt sich ausdrücklich bei der Lehmann Mörtel-, Sand- und Kieswerke GmbH, die ihr Gelände für die Ausbildung zur Verfügung stellte, sowie beim THW Ortsverband Burgdorf für die Unterstützung.

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