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Fritzbox: Neues Update kann Werbung im Heimnetz blockieren

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Symbolbild: Laptop / Internet / Router / Cybersicherheit / W-LAN / Smarthome / Heimnetzwerk - LGHNews / ki-generiert

FritzOS 8.50 startet mit der Fritzbox 7690 und bringt auch Neuerungen für Videokonferenzen und den Ausfallschutz

Hannover – (KI/redaktionell geprüft). Werbung und unerwünschte Internetadressen direkt am Router filtern: Diese Möglichkeit bietet das kostenlose Update auf FritzOS 8.50. Nach einem Test des Technikmagazins c’t kann die Funktion auch beim Einsatz von Apps und Smart-TVs greifen. Das Update ist zunächst für die Fritzbox 7690 verfügbar; für weitere Modelle gibt es Testversionen.

Entscheidend sind sogenannte DNS-Filterlisten. Sie enthalten Internetadressen, deren Auflösung der Router unterbindet. Die c’t-Redaktion erprobte eine Liste mit rund 72.000 Werbe- und Malware-Domains. Nach ihren Angaben funktionierte die Sperre, ohne dass sich das Laden von Websites verlangsamte.

„Konkret bedeutet das, dass ihr zum Beispiel Werbung oder Scam-Websites blocken könnt, sodass diese dann im Idealfall nicht nur im Browser verschwinden, sondern auch in Apps und auf dem SmartTV“, erklärt c’t-Redakteur Andrijan Möcker.

Sperrlisten gelten für das gesamte Netz

Die Filterung am Router unterscheidet sich von einer Browser-Erweiterung, weil sie geräteübergreifend ansetzt. Allerdings beschreibt c’t auch eine Einschränkung: Die Sperrlisten gelten für alle Geräte im Netz. Eine getrennte Aktivierung je Gerät, wie sie beim Schutzmodul der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz möglich ist, bietet die beschriebene Lösung demnach nicht.

Für eine netzweite Filterung kommen auch zusätzliche Lösungen wie Pi-Hole zum Einsatz. Für die dafür verwendete Extrahardware nennt c’t Kosten zwischen 40 und 100 Euro; hinzu kommt der Aufwand für die Einrichtung. Mit dem integrierten Filter bietet die Fritzbox eine Möglichkeit, entsprechende Listen direkt im Router zu nutzen.

Videokonferenzen erhalten automatisch Vorrang

Eine weitere Neuerung betrifft Haushalte, in denen mehrere Anwendungen gleichzeitig die Internetverbindung beanspruchen. Die Fritzbox erkennt nach Angaben von c’t Dienste wie Microsoft Teams oder Signal und bevorzugt deren Datenverkehr automatisch.

Im Belastungstest der Redaktion liefen die Anrufe ohne Aussetzer weiter, obwohl die verfügbare Bandbreite vollständig beansprucht wurde. Die Box reservierte dafür die benötigten drei bis fünf Megabit pro Sekunde. Auch Netflix wurde im Test gegenüber anderen Downloads bevorzugt.

Für die Arbeit im Homeoffice kann diese Priorisierung insbesondere dann relevant sein, wenn parallel größere Datenmengen übertragen werden. Die Funktion arbeitet automatisch.

Mobilfunk soll bei einem Leitungsausfall einspringen

Für Mobilfunk-Fritzboxen wie die 6850 5G beschreibt c’t außerdem einen erweiterten Ausfallschutz. Die Geräte können eine zusätzliche Verbindung über DSL, Kabel oder Glasfaser nutzen. Fällt diese aus, übernimmt die Mobilfunkverbindung.

Ein vollständig unterbrechungsfreier Wechsel ist damit allerdings nicht verbunden: Laufende Online-Spiele oder Videoanrufe können laut c’t kurz unterbrochen werden. Die Funktion soll vor allem bei instabilen Festnetzverbindungen helfen.

Auch die MyFritz-App erhält eine zusätzliche Prüffunktion. Der „Smart Check“ untersucht die Konfiguration nach Angaben des Magazins in neun Kategorien und schlägt Änderungen vor. Dazu gehören beispielsweise Hinweise auf nicht gesperrte Auslandsanrufe. Anfängliche Fehler der Funktion wurden dem Bericht zufolge noch während des Tests mit einem Update behoben.

Die c’t-Redaktion stellt ihre Ergebnisse in einem Video zu den Neuerungen vor.

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