
Ministerpräsidenten Woidke und Lies besuchen Vorstellung in Strausberg
Strausberg (KI/redaktionell geprüft). Die Aerodata AG hat am Mittwoch, 19. August 2026, am Unternehmensstandort in Strausberg erstmals den Prototyp des unbemannten Luftfahrtsystems „AeroForce® X“ öffentlich vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens soll die MALE-Plattform für länger dauernde Aufklärungsmissionen eingesetzt werden können und noch in diesem Jahr erstmals abheben.
An der Vorstellung nahmen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies teil. Aerodata hat seinen Hauptsitz in Braunschweig und entwickelt den Prototyp nach eigenen Angaben am Standort Strausberg. Das Unternehmen bezeichnet die Entwicklung als Beitrag zur technologischen Eigenständigkeit Europas im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme.
Die „AeroForce X“ soll nach Angaben von Aerodata eine Flügelspannweite von 26 Metern haben und eine Nutzlast von rund 1,3 Tonnen aufnehmen können. Die geplante Flugzeit beträgt demnach bis zu 40 Stunden. Das System soll unter anderem für die Überwachung kritischer Infrastruktur eingesetzt werden können.

foto: aerodata
Entwicklung seit Ende 2025
Aerodata hatte nach eigenen Angaben Ende 2025 erstmals öffentlich gemacht, an einem MALE-UAS zu arbeiten. Die Abkürzung steht für „Medium Altitude Long Endurance“ und bezeichnet unbemannte Luftfahrtsysteme, die für Einsätze in mittleren Flughöhen und mit langer Flugdauer ausgelegt sind.
Mit der Vorstellung des Prototyps erreicht das Projekt nach Darstellung des Unternehmens einen weiteren Entwicklungsschritt. Nach dem Rollout soll das Luftfahrtsystem weitere Erprobungen durchlaufen und noch 2026 erstmals fliegen. Anschließend seien weitere Entwicklungsschritte vorgesehen.
Aerodata arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit mehr als drei Jahrzehnten im Bereich der luftgestützten Überwachung und Aufklärung. Das Unternehmen entwickelt und integriert unter anderem Lösungen für Seefernaufklärung, Grenzüberwachung und den Schutz kritischer Infrastrukturen.
Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Brandenburg
Bei ihrem Besuch erhielten Woidke und Lies Einblicke in das Entwicklungsprojekt. Im Mittelpunkt des Austauschs standen nach Angaben von Aerodata die Zukunft unbemannter Luftfahrtsysteme, technologische Souveränität Europas sowie die Rolle mittelständischer Unternehmen für Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeiten.
Lies bezeichnete die Vorstellung als Beispiel für die Verbindung niedersächsischer Technologiekompetenz mit dem Fertigungsstandort in Brandenburg. Woidke verwies auf die Bedeutung sicherheitsrelevanter Technologien und die veränderte Sicherheitslage in Deutschland und Europa.
Aerodata-Vorstandschef Neset Tükenmez erklärte, Europa brauche eigene Fähigkeiten zum Schutz kritischer Infrastrukturen und zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit in sicherheitspolitisch schwierigen Zeiten.









