Hannover-Eilenriede: Pferde unterstützen Holzabtransport im Wald

Pferde unterstützen Holzabtransport
Pferde unterstützen Holzabtransport im Wald - Rückearbeiten in Hannovers Forsten. - Foto: Matthias Falk

Rückearbeiten in Hannovers Forsten

Hannover (pm). Schwerstarbeit mithilfe von Adam und Viktor leicht gemacht: Im Sinne einer naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung setzt der städtische Forstbetrieb seit einigen Jahren zunehmend sogenannte Rückepferde bei der Holzernte ein. Die kräftigen tierischen Helfer transportieren dabei die Baumstämme aus dem Wald heraus zu den Stellen, von denen aus sie mit Maschinen weiterbewegt werden können. Durch dieses sogenannte „Holzrücken“ mit Pferden wird der Einsatz von schweren Maschinen, die den sensiblen Waldboden und den Aufwuchs von Bäumen stören könnten, vermieden und eine Holzernte auch in dichteren Waldbereichen ermöglicht. So war am heutigen Freitag (19. Januar) die Unternehmerin Jessica Fisse mit ihren beiden Wallachen Adam und Viktor rund vier Stunden in der Eilenriede unterwegs, um insgesamt etwa zehn Festmeter Holz aus dem Unterholz an die Wege zu befördern.

Auf Pferde zum „Holzrücken“ setzt die Stadt vor dem Hintergrund der steigenden Sensibilisierung für ökologische Themen und eines schonenden Umgangs mit Ökosystemen. Bereits in den vergangenen Jahren waren Pferde – in der Regel der Rasse „Deutsches Kaltblut“ – in den hannoverschen Wäldern im Einsatz. Der städtische Forstbetrieb hat für das laufende Jahr die Unternehmerinnen Katharina Wenzel aus Wustrow (Ortsteil Schreyahn) und Jessica Fisse aus Sehnde (Ortsteil Dolgen) dafür gewinnen können, die Arbeit bei der Holzernte mit dem Einsatz von sogenannten „Rückepferden“ zu unterstützen. In den kommenden Wochen ist das „Holzrücken“ mit Pferden in der Eilenriede nahe „Rad“ und an der Bernadotteallee sowie in Waldbereichen der Großen Heide in Bothfeld zu beobachten.

Wissenswert: „Fällsaison“

In der aktuellen und noch bis Ende März laufenden Fällsaison in den städtischen Wäldern schlägt der städtische Forstbetrieb insgesamt rund 2.000 Festmeter Holz ein. Der jährliche Holzzuwachs beträgt etwa 4.900 Festmeter. Im Sinne einer nachhaltigen Waldbehandlung wird grundsätzlich weniger Holz entnommen als nachwächst. Die Durchforstung konzentriert sich auf dicht bedrängt stehende Eichenbestände. Darüber hinaus hat die überdurchschnittliche Trockenheit der vergangenen Jahre viele Bäume stark geschädigt oder absterben lassen. Diese Bäume werden im Rahmen der sogenannten Verkehrssicherung zum Teil zurückgeschnitten oder entfernt.

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