Start Hannover und Region Hitze in Hannover: Kältesystem-Ausfall fordert MHH-Gebäudetechnik

Hitze in Hannover: Kältesystem-Ausfall fordert MHH-Gebäudetechnik

Notaufnahme MHH
Themenfoto: Notaufnahme - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Notfallmaßnahmen und Unterstützung der Feuerwehr sichern Klinikbetrieb

Hannover. Die extreme Sommerhitze hat am Wochenende auch die technische Infrastruktur der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) stark beansprucht. Nach dem Ausruf der Warnstufe 2 durch den Deutschen Wetterdienst kam es am Samstagabend zu einem Ausfall der zentralen Kälteversorgung. Dank kurzfristiger Notfallmaßnahmen und externer Unterstützung blieb die Patientenversorgung jedoch stabil.

Ausfall der Großkälte trotz Vorbereitung

Die Medizinische Hochschule Hannover hatte sich frühzeitig auf die hohen Temperaturen eingestellt. Mit der offiziellen Hitzewarnung wurden die vorgesehenen Maßnahmen des internen Hitzeschutzplans aktiviert. Dennoch fiel am Samstagabend die sogenannte Großkälteanlage aus, die für die zentrale Kühlung mehrerer Gebäudebereiche verantwortlich ist.

In der Folge wurde die Notklimaversorgung des Rechenzentrums stark belastet. Um die technische Stabilität der Gebäude sicherzustellen, entschied sich die Krankenhauseinsatzleitung für weitere Schritte.

Feuerwehr unterstützt bei Kühlung der Technik

Zur Entlastung der Gebäudetechnik alarmierte die MHH die Feuerwehr Hannover. Parallel meldete sich die Klinik vorübergehend von der allgemeinen Notfallversorgung ab. Diese Maßnahme diente dazu, zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Medizinisch notwendige Behandlungen, die ausschließlich an der MHH möglich sind, wurden weiterhin durchgeführt. Nach Angaben der Hochschule war die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Notaufnahme ohne ungewöhnliche Mehrbelastung

In der zentralen Notaufnahme zeigte sich bislang kein auffälliger Anstieg hitzebedingter Fälle. Das Patientenaufkommen bewegt sich auf dem für Sommermonate typischen Niveau.

Anders stellt sich die Lage im Rettungsdienst dar: Präklinisch kommt es vermehrt zu Einsätzen aufgrund von Dehydrierung und anderen hitzebedingten Erkrankungen. Diese betreffen sowohl den privaten Bereich als auch Pflegeeinrichtungen.

Strukturierter Hitzeschutz als Teil der Notfallplanung

Der Hitzeschutz der MHH basiert auf einem eigenen, regelmäßig aktualisierten Konzept. Der sogenannte MHH-Hitzeschutzplan orientiert sich an den Empfehlungen des Musterschutzplans des Bundesministerium für Gesundheit. Er ist Bestandteil der Krankenhausalarm- und -einsatzplanung und wird fortlaufend an neue Erkenntnisse angepasst.

Der Plan unterscheidet zwischen vorbereitenden Maßnahmen vor dem Sommer, Regelungen während der Sommermonate und zusätzlichen Schritten, die je nach Warnstufe greifen.

Maßnahmen zum Schutz von Personal und Patienten

Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen unter anderem Schulungen für Mitarbeitende, gezielte Informationsangebote sowie organisatorische Anpassungen. Auch die Personalplanung, Medikamentenlagerung und Getränkeversorgung werden bei hohen Temperaturen angepasst. Besondere Aufmerksamkeit gilt Patientinnen und Patienten mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko, deren Überwachung intensiviert wird.

Ziel des Konzepts ist es, sowohl medizinische Abläufe als auch Arbeitsbedingungen auch bei extremer Hitze möglichst stabil zu halten.

Einordnung

Der Vorfall zeigt, wie stark extreme Wetterlagen die technische Infrastruktur großer Kliniken beanspruchen können. Gleichzeitig verdeutlicht er, dass abgestimmte Notfallpläne und externe Unterstützung entscheidend sind, um die Versorgung auch unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

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