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Langenhagen prüft Bewohnerparkzone am S-Bahnhof

Infoveranstaltung: Prüfung einer Bewohnerparkzone am S-Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt.
Infoveranstaltung: Prüfung einer Bewohnerparkzone am S-Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt. - © Carl-Marcus Müller / LGHNews

Stadt informiert über Planung, Auswirkungen und nächste Schritte

Langenhagen. Die Stadt Langenhagen hat in einer öffentlichen Informationsveranstaltung Bürgerinnen und Bürger über mögliche Änderungen beim Parken rund um den S-Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt informiert. Im Fokus steht die durch die politischen Gremien angestoßene Prüfung einer Bewohnerparkzone in den angrenzenden Wohnstraßen. Ziel ist es, die Parksituation vor Ort neu zu ordnen.

Hintergrund sind zunehmende Probleme mit dauerhaft belegten Stellplätzen im Umfeld des Bahnhofs. Nach derzeitigen Einschätzungen werden kostenfreie öffentliche Stellplätze im Wohngebiet vermehrt von externen Nutzerinnen und Nutzern in Anspruch genommen, darunter auch Flugreisende, die von dort mit der S-Bahn zum Flughafen fahren.


Informationsveranstaltung mit großem Interesse

Zur öffentlichen Veranstaltung am 25. Juni 2026 kamen, bei hochsommerlichen Tmperaturen, zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner in die Aula des Schulzentrums an der Konrad-Adenauer-Straße.

„Uns ist wichtig, die Menschen vor Ort frühzeitig mitzunehmen und ihre Perspektiven in die weiteren Überlegungen einzubeziehen“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und Fragen direkt mit den Fachleuten zu besprechen.“

Zu Beginn der Veranstaltung informierte Bürgermeister Mirko Heuer über das geplante Vorgehen und den aktuellen Stand des Prüfprozesses. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden ihre Fragen stellen und Anregungen einbringen. Dabei wurde deutlich, dass viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden müssen und eine einfache Lösung nicht in Sicht ist.


Prüfung durch Fachplaner und Beteiligung der Öffentlichkeit

Ein beauftragtes Ingenieurbüro wird nun die rechtlichen und planerischen Rahmenbedingungen analysieren. Geplant ist, verschiedene Varianten für eine mögliche Bewohnerparkzone zu entwickeln und deren Auswirkungen zu bewerten.

Fachplaner Daniel Seebo erläuterte dabei die gesetzlichen Grundlagen sowie mögliche Modelle der Ausgestaltung. Vorgestellt wurde unter anderem eine sogenannte Mischparkregelung, bei der Anwohnerinnen und Anwohner mit einem Bewohnerparkausweis zeitlich unbegrenzt parken können, während Besucherinnen, Besucher und Kurzzeitparkende die Stellplätze weiterhin zeitlich begrenzt nutzen dürfen. Ziel ist es, Dauerparker aus dem Wohngebiet fernzuhalten. Auch Vor- und Nachteile einer solchen Regelung wurden vorgestellt und diskutiert.

Die gesammelten Hinweise aus der Veranstaltung sollen in die weitere Planung einfließen.


Stadt betont Beteiligung und politische Entscheidung

Bürgermeister Heuer betonte, dass es sich bei dem Rahmen dieser Veranstaltung um eine erste Informationsphase handelt. Ziel sei es, die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner frühzeitig einzubinden und Transparenz im Verfahren sicherzustellen.

Zugleich stellte er klar, dass die endgültige Entscheidung nicht allein durch die Verwaltung getroffen werde, sondern in den politischen Gremien der Stadt erfolgt.


Nächste Schritte im Verfahren

Nach aktuellem Stand soll nach den Sommerferien zunächst eine detaillierte Erhebung der vorhandenen Parkflächen beginnen. Auf dieser Grundlage wird ein Konzept für eine mögliche Bewohnerparkzone, unter Berücksichtigung verschiedener Ausführungsvarianten, erarbeitet.

Die potenzielle Zone würde neben dem Bereich rund um den Bahnhof Pferdemarkt und die Bahnhofstraße auch Teile der Niedersachsenstraße, der Walsroder Straße, des Buschkamps sowie der Karl-Kellner-Straße umfassen. Betroffen wären mehrere hundert öffentliche Stellplätze.

Ein erster konkreter Konzeptentwurf wird für Anfang 2027 erwartet. Anschließend beraten die politischen Gremien über das weitere Vorgehen. Die Anwohnerinnen und Anwohner sollen auch im weiteren Verlauf des Verfahrens beteiligt werden. Abhängig von der gewählten Umsetzung könnte dann eine Einführung der Bewohnerparkzone im Anschluss erfolgen.


Einordnung

Bewohnerparkzonen werden häufig in Stadtteilen eingeführt, in denen öffentliche Stellflächen dauerhaft durch Pendler oder externe Nutzer belegt werden. Ziel ist es, die Parksituation für Anwohner zu verbessern und den Parkdruck zu reduzieren. Gleichzeitig führen solche Maßnahmen regelmäßig zu intensiven Diskussionen, da sie das Verkehrs- und Mobilitätsverhalten im gesamten Umfeld verändern können.

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