Spontane Initiative von Kirche und Stadt: Obdachlose können in der Marktkirche übernachten

Archivbild Marktkirche Hannover - © Carl-Marcus Müller

Ab Sonntag (7. Februar), 18 Uhr, ist die Marktkirche Hannover ein zusätzlicher Anlaufpunkt für obdachlose Menschen, den sie aufsuchen können, um dort zu übernachten.

Hannover (pm).

Den Wetterprognosen zufolge steht eine weitere Kältewelle bevor. Die Marktkirchengemeinde und das Diakonische Werk Hannover reagieren darauf mit einer Initiative, die von der Landeshauptstadt Hannover unterstützt wird:  Ab Sonntag (7. Februar), 18 Uhr, ist die Marktkirche Hannover ein zusätzlicher Anlaufpunkt für obdachlose Menschen, den sie aufsuchen können, um dort zu übernachten. Das Angebot gilt zunächst bis zum 14. Februar.

 Die Kirchengemeinde stellt ehrenamtliche Kräfte. Sie betreuen die Obdachlosen und reichen warme Getränke und Gebäck. Das Diakonische Werk bereitet Informationsblätter in vier verschiedenen Sprachen vor. Sozialarbeiter des Diakonischen Werkes Hannover sind jeden Morgen für Unterstützung und Beratung vor Ort in der Marktkirche. Die Landeshauptstadt kümmert sich um das Thema Sicherheit. Wie Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann betont, werden die geltenden Corona-Auflagen bei der spontanen Hilfsaktion eingehalten.

„Es zeigt sich, dass Hannover eine solidarische Stadt ist”, betont Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt. „Als Kirche sind wir bei den Nöten und Ängsten der Menschen und da ist es für uns selbstverständlich, dass wir diese Kirche öffnen. Kirchen sind schon immer Schutzraum für Menschen in Not gewesen“, sagt Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes.

Die Landeshauptstadt erklärt, dass Hannover insgesamt gut vorbereitet sei, um Obdachlosen während der Kältewelle Hilfe anzubieten. Die Stadt verfügt aktuell in den Notunterkünften über ausreichende freie Kapazitäten. Das bedeutet, dass die Stadt auch bei sinkenden Temperaturen mehr Menschen einen Platz zum Übernachten anbieten kann. Für den Tag verfügt die Stadt im Tagesaufenthalt Schulzentrum Ahlem ebenfalls noch über freie Kapazitäten. Dieser Anlaufpunkt ist aktuell nur zur Hälfte ausgelastet. Sollte es zu einer vollen Auslastung kommen, kann die Kapazität kurzfristig erhöht werden. Durch die Öffnungszeit von 10 bis 16 Uhr und die Öffnungszeiten der Notschlafstellen von 17 bis 9 Uhr bietet die Stadt fast rund um die Uhr warme Aufenthaltsmöglichkeiten an unterschiedlichen Standorten an. Darüber hinaus hat die Stadt auch in den festen Unterkünften noch freie Plätze in Einzel- und Doppelzimmern.

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