Langenhagen lässt Nester ab 8. Juni durch Fachfirma entfernen – Warnung vor Gesundheitsrisiken
Langenhagen. Am Silbersee in Langenhagen sind an 84 Eichen Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners festgestellt worden. Die Stadt lässt die Nester ab dem 8. Juni 2026 durch eine Fachfirma entfernen und warnt bis dahin eindringlich vor dem Kontakt mit den befallenen Bäumen. Hintergrund sind mögliche gesundheitliche Beschwerden durch die Brennhaare der Raupen.
Befall an stark frequentiertem Naherholungsgebiet
Mitarbeitende des städtischen Grünflächenamtes hatten seit Ende der vergangenen Woche entlang von Wegen und Rasenflächen am Silbersee die Nester entdeckt. Insgesamt sind 84 Eichen betroffen. Die Bäume wurden zur besseren Erkennbarkeit farblich markiert.
Die Stadt hat eine Fachfirma mit der Entfernung der Gespinstnester beauftragt. Die Arbeiten sollen am Montag, 8. Juni 2026, beginnen und von speziell geschultem Personal in Vollschutzanzügen durchgeführt werden.
Gesundheitsrisiko durch Brennhaare
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Falter, dessen Raupen charakteristische Gespinstnester an Eichen bilden. Besonders kritisch sind die mikroskopisch feinen Brennhaare der Tiere, die ein Nesselgift enthalten.
Bei Kontakt kann es zu Hautreizungen, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden kommen. In seltenen Fällen sind auch allergische Schockreaktionen möglich. Auch Haustiere, insbesondere Hunde, können betroffen sein.
Stadt warnt vor Kontakt mit befallenen Bäumen
Bis zum Abschluss der Arbeiten bittet die Stadt Langenhagen darum, die gekennzeichneten Eichen weiträumig zu meiden und weder Nester noch Raupen zu berühren. Eltern werden gebeten, Kinder entsprechend zu sensibilisieren und Hunde von den betroffenen Bereichen fernzuhalten.
Bei Beschwerden nach möglichem Kontakt sollte medizinischer Rat eingeholt werden.
Verdächtige Nester können zudem über den städtischen Mängelmelder unter www.langenhagen.de/maengelmelder gemeldet werden. Die Stadt weist darauf hin, dass die direkte Standortmarkierung im System die Bearbeitung beschleunigt.
Arbeiten unter Schutzmaßnahmen
Während der Entfernung bittet die Stadt um Rücksicht gegenüber den eingesetzten Fachkräften. Diese arbeiten in Schutzanzügen, um sich vor den Brennhaaren zu schützen, und benötigen einen ungestörten Arbeitsbereich.
Ausbreitung in Norddeutschland
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit einigen Jahren zunehmend auch in Norddeutschland aus. Typisch für die Art ist das Verhalten der Raupen, die in langen Reihen an Eichenstämmen wandern und dabei die auffälligen, watteartigen Nester bilden, die meist gut sichtbar an verschiedenen Höhen der Bäume sitzen.
Einordnung
Der aktuelle Befall am Silbersee zeigt die zunehmende Präsenz des Eichenprozessionsspinners in öffentlichen Grünanlagen und Naherholungsgebieten. Besonders in stark frequentierten Bereichen stellt er ein wiederkehrendes Problem für Kommunen dar, da neben der Bekämpfung auch umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen für die Bevölkerung erforderlich sind.









