Stadt Langenhagen stellt sich dem „Wattbewerb“

Symbolbild Solarenergie - Quelle: Pixabay

Bundesweiter Wettstreit um die Verdopplung der Photovoltaik-Leistung

Langenhagen (pm). Die Leistung der Photovoltaik-Anlagen verdoppeln – und zwar so schnell wie möglich. Das ist das Ziel des deutschlandweiten „Wattbewerbs“. Die Stadt Langenhagen nimmt ab sofort in der Kategorie B teil, für Kommunen mit einer Einwohnerzahl unter 100.000.

Alle Anlagen zählen bei dem Wettrennen auf das gemeinsame Teilnehmer-Konto der Kommune ein: private, gewerbliche und städtische. Das können Dachanlagen, überbaute Parkplätze, Balkonmodule oder Freiflächenanlagen sein. Die Stadt Langenhagen hat Photovoltaikanlagen bereits fest in ihre Klimaschutzaktivitäten eingebunden. Wo es geht werden auf kommunalen Gebäuden Photovoltaik-Module installiert. Aktuell sind das beispielsweise die Dächer der Feuerwehr Engelbostel/Schulenburg und der neuen Sporthalle.

Dass der Wettbewerb schon am 21. Februar gestartet ist, wird für Langenhagen nicht zum Nachteil, weiß Klimaschutzmanagerin Christine Pfülb: „Für alle Teilnehmer gilt als Stichtag der 12. Februar 2021 – egal wann man einsteigt. Es ist also alles offen.“

Für Langenhagen gilt es, die bisher mit 413 Photovoltaik-Anlagen erzeugte Leistung von 6482 Kilowatt, beziehungsweise 120 Watt pro Einwohner zu verdoppeln. „Das Potenzial ist groß und überwiegend ungenutzt“, sagt Pfülb und führt aus: „Allein auf den geeigneten Dachflächen in Kaltenweide könnten theoretisch Photovoltaik-Anlagen mit rund 20.000 kW errichtet werden.“

Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Anlage interessieren, können sich im Solarkataster der Region Hannover über das Potenzial des eigenen Grundstücks oder Daches informieren. Zusätzlich läuft zurzeit ein neues Förderprogramm des Klimaschutzfonds proklima, um den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung in den proKlima-Städten voranzutreiben. Bezuschusst werden Solarstromanlagen mit 100 € pro Kilowatt-Peak, die Kombination von Gründächern und Solarenergie wird mit 300 Euro pro Kilowatt-Peak unterstützt. Außerdem wird ein Förderangebot für Mieterstromanlagen mit je 100 Euro pro Kilowatt-Peak eingeführt.

Hinter dem „Wattbewerb“ stehen ehrenamtliche Klimaschutz-Aktivistinnen und Aktivisten, in Kooperation mit Parents for Future Germany, Fridays for Future, Scientists for Future und weiteren Organisationen, die sich für den Klimaschutz engagieren.

„Wir selbst nehmen das als Ansporn, die Möglichkeit von Solarstrom noch fokussierter in Betracht zu ziehen, hoffen aber natürlich auch auf Unterstützung von Langenhagenerinnen und Langenhagenern und Unternehmen. Denn wer in Photovoltaik investiert unterstützt nicht nur den Wettbewerb – er unterstützt vor allem den Klimaschutz“, fasst Pfülb den eigentlichen Antrieb zusammen.

Beendet ist der Wettbewerb, sobald die erste Großstadt ihre Leistung durch Photovoltaik-Energie verdoppelt hat.

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