Update 18:00 Uhr: Großbrand in Entsorgungsbetrieb in Hannover-Misburg

Lagerhalle brennt
Kriminaldauerdient (KDD) nimmt die Ermittlungen zur Brandursache auf. - © Carl-Marcus Müller

Hannover (pm). Die Löschmaßnahmen bei dem Brand in einem Entsorgungsbetrieb in Misburg-Süd dauern weiterhin an. Da für die Lagerhalle Einsturzgefahr besteht, ist es den hannoverschen Brandschützern nicht möglich, in die Halle vorzudringen. Vor Ort kommen mehrere Greifbagger des Entsorgungsbetriebes zum Einsatz, die erst nach dem teilweisen Einreißen von Seitenwänden die rund 500 Tonnen Kunststoffmaterial in der Halle erreichen.

Das endgültige Ablöschen des Brandgutes erfolgt mit Strahlrohren im Außenbereich der Halle. Um den enormen Löschwasserbedarf von bis zu 11.000 Litern pro Minute sicher zu stellen, liefert ein leistungsstarkes Pumpensystem das Löschwasser aus dem Stichkanal Misburg über 1000 Meter Wegstrecke zur Einsatzstelle. Dadurch kam es in der Anderter Straße im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen. Nachdem heute Morgen gegen 07:00 Uhr die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“ meldete, wurden auch die Bevölkerungswarnungen über Rundfunk und Warn-App zurückgenommen. Derzeit kommt es lediglich im Nahbereich der Einsatzstelle noch zu einer wahrnehmbaren Geruchsbelästigung. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr werden bis in den morgigen Tag andauern.

Vor Ort sind zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie die Ortsfeuerwehren Wülferode, Davenstedt und Linden im Einsatz. Zusätzlich verstärken die Ortsfeuerwehren aus Vinnhorst und Badenstedt die Feuerwachen der eingesetzten Löschzüge der Berufsfeuerwehr. Die Polizei wird die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen. Zur Schadenhöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Polizeimeldung

Hannover (ots). Am Dienstagabend, 27.04.2021, ist eine Lagerhalle für Entsorgungen am Lohweg im hannoverschen Stadtteil Misburg in Brand geraten. Das Feuer zerstörte die circa 2.000 Quadratmeter große Halle vollständig. Die Löschung dauert voraussichtlich noch bis Donnerstag an.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover meldete ein 43 Jahre alter Zeuge gegen 20:00 Uhr über den Notruf einen Brand in der Lagerhalle. Bereits beim Eintreffen nahmen die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei starke Rauchentwicklung und Flammen aus dem Inneren der Lagerhalle wahr. Während die Polizei großräumig den Bereich absperrte, fingen die Feuerwehrkräfte an, die Halle zu löschen. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich bis Donnerstagmittag andauern, weil die Kunststoffabfälle immer wieder entflammen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur möglichen Brandursache aufgenommen. Die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergab keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Ein nicht verschuldbarer Unglücksfall im Zusammenhang mit der Verarbeitung der Kunststoffabfälle führte zum Vollbrand in der Lagerhalle. Der Schaden wird von der Polizei vorläufig auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

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