Bitkom-Umfrage zeigt Wissenslücken bei zentralen Begriffen der digitalen Sicherheit
Berlin – (KI/redaktionell geprüft). Viele Menschen in Deutschland kennen Begriffe wie Phishing, Malware oder Passkeys, können deren Bedeutung nach eigener Einschätzung aber nicht genau erklären. In einer repräsentativen Bitkom-Befragung gaben 43 Prozent an, zu wissen, was Phishing ist. Bei Malware waren es 35 Prozent, bei Passkeys 28 Prozent.
Für die Untersuchung wurden im Auftrag des Digitalverbands Bitkom 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Erhebung fand zwischen der 15. und 19. Kalenderwoche 2026 statt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse anlässlich des Digitaltags, welcher bereits am am 26. Juni 2026 war.
Dabei wurde nicht geprüft, ob die Befragten die Begriffe tatsächlich korrekt erklären können. Gefragt wurde vielmehr nach ihrer eigenen Einschätzung, wie vertraut sie mit den jeweiligen Begriffen und Technologien sind.
Cyberangriff ist den meisten Befragten bekannt
Am geläufigsten war der Begriff Cyberangriff. 75 Prozent der Befragten gaben an, erklären zu können, was darunter zu verstehen ist. Weitere 18 Prozent hatten den Begriff bereits gehört, konnten ihn nach eigener Einschätzung jedoch nicht erklären.
Deutlich geringer fiel die angegebene Kenntnis bei Malware aus. 35 Prozent erklärten, den Begriff zu kennen und seine Bedeutung erklären zu können. Weitere 33 Prozent hatten zumindest schon davon gehört.
Bei Phishing lag der Anteil derjenigen, die nach eigener Einschätzung wissen, was damit gemeint ist, bei 43 Prozent. Weitere 34 Prozent kannten zumindest den Begriff.
Bitkom versteht darunter einen wichtigen Ansatzpunkt für mehr Aufklärung. Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit beim Digitalverband, weist zugleich darauf hin, dass die Kenntnis der Begriffe allein nicht ausreiche, um sich im digitalen Alltag sicher zu verhalten. Nach seiner Einschätzung seien dafür weitere Aufklärung und leicht zugängliche Schulungsangebote notwendig.
Zwei-Faktor-Authentifizierung bekannter als Passkeys
Bei Technologien zum Schutz von Benutzerkonten zeigt die Befragung deutliche Unterschiede. 60 Prozent der Teilnehmenden gaben an, erklären zu können, was eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ist. Weitere 25 Prozent hatten davon zumindest schon gehört.
Auch Passwort-Manager waren vergleichsweise vielen Befragten bekannt. 51 Prozent erklärten, den Begriff zu kennen und erläutern zu können. Weitere 22 Prozent hatten bereits davon gehört.
Wesentlich geringer war die selbst eingeschätzte Kenntnis von Passkeys. Diese ermöglichen eine Anmeldung ohne klassisches Passwort, beispielsweise über Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder eine Geräte-PIN.
28 Prozent der Befragten gaben an, erklären zu können, was Passkeys sind. Weitere 33 Prozent hatten den Begriff zumindest schon einmal gehört. Damit waren Passkeys insgesamt 61 Prozent der Befragten zumindest dem Namen nach bekannt.
Befragung misst Selbsteinschätzung
Für die Einordnung der Ergebnisse ist die Methodik entscheidend. Die Befragten wurden nicht mit einem Wissenstest zu Cyberangriffen, Phishing oder anderen Sicherheitsthemen konfrontiert.
Die Fragestellung lautete laut Bitkom: „Inwieweit sind Sie mit den folgenden Begriffen bzw. Technologien vertraut?“
Die Ergebnisse zeigen deshalb in erster Linie, wie die Befragten ihre eigenen Kenntnisse einschätzen. Ob diejenigen, die angaben, einen Begriff erklären zu können, tatsächlich über ein fachlich korrektes Verständnis verfügen, lässt sich aus der veröffentlichten Befragung nicht ableiten.
Anlass für die Veröffentlichung war der Digitaltag am 26. Juni 2026. Nach Angaben des Bitkom waren bundesweit mehr als 2.000 Aktionen zur Förderung digitaler Kompetenzen vorgesehen. Der Digitaltag stand 2026 unter dem Schwerpunkt „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“










