
Auszeichnung würdigt Betreuung und feste Ausbildungsstrukturen – Studierende verbringen acht Wochen in der Gastroenterologie
Hannover – (KI/redaktionell geprüft). Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat erstmals den PJ-Preis 2026 für Innere Medizin erhalten. Ausgezeichnet wird damit die Ausbildung von Medizinstudierenden während ihres Praktischen Jahres (PJ). Vergeben wird der bundesweite Preis von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), den Fachschaften und der Ethimedis GmbH.
Nach Angaben der MHH flossen Rückmeldungen von PJ-Studierenden, über den Klinik-Checkup erfasste Ausbildungsdaten und eingereichte Unterlagen in die Entscheidung ein. Die Auszeichnung bezieht sich insbesondere auf die Betreuung und Organisation der praktischen Ausbildung in der Klinik.
Zwei bis drei PJ-Studierende pro Tertial
In der Gastroenterologie werden nach Angaben der Hochschule jeweils zwei bis drei PJ-Studierende pro Tertial betreut. Zu Beginn stehen ein Einführungstag mit praktischen Übungen und ein persönliches Vorstellungsgespräch mit der Klinikleitung auf dem Programm.
Zum Ausbildungskonzept gehören außerdem täglich eine Stunde PJ-Unterricht, ein Lehrblock am Freitagnachmittag sowie regelmäßige Frühbesprechungen mit Vorträgen und wissenschaftliche Seminare.
Klinikdirektor Prof. Dr. Heiner Wedemeyer sieht in der Auszeichnung eine Anerkennung der praktischen Ausbildung. Ziel sei es, den Studierenden die verschiedenen Bereiche der Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie näherzubringen. Dazu gehören auch Transplantationsmedizin, gastrointestinale Onkologie und Ernährungsmedizin. Gleichzeitig sollen die angehenden Ärztinnen und Ärzte von Beginn an in den Klinikalltag eingebunden werden.
Eine wichtige Rolle spielt dabei nach Angaben der Klinik die feste Organisation des PJ. Prof. Dr. Klaus Stahl, Leiter der Endoskopie und PJ-Beauftragter der Klinik, koordiniert unter anderem die Einteilung in die verschiedenen Bereiche. Die Lehre werde dabei als fester Bestandteil des Klinikalltags eingeplant.
Studierende berichten von fester Einbindung
Auch aktuelle PJ-Studierende äußern sich in der Mitteilung positiv über die Organisation. MHH-Student Julius Egge berichtet, dass Studierende beim Wechsel auf eine Station oder in einen anderen Bereich direkt aufgenommen und anhand eines festgelegten Plans in die dortigen Abläufe einbezogen würden.
PJ-Studentin Moana Witte hebt hervor, dass das Team die Studierenden trotz des arbeitsreichen Klinikalltags aktiv einbinde. Dabei würden sowohl praktische ärztliche Fertigkeiten als auch medizinisches Wissen vermittelt.
Acht Wochen zwischen Station, Sonographie und Endoskopie
Das PJ in der Gastroenterologie ist eine Rotationsmöglichkeit innerhalb des Pflichttertials Innere Medizin. Insgesamt verbringen die Studierenden acht Wochen in der Klinik.
Davon entfallen fünf Wochen auf die Arbeit auf Stationen. Jeweils eine weitere Woche verbringen die Studierenden in der Sonographie und in der Endoskopie. Die achte Woche kann wahlweise in Spezialambulanzen oder auf der Intensivstation absolviert werden.
Die Einsätze innerhalb des Zentrums Innere Medizin werden von PJ-Koordinatorin Zuzana Boße geplant und koordiniert. Sie unterstützt damit die flexible Rotation der Studierenden zwischen den verschiedenen Bereichen.
Auch MHH-Lehrkrankenhaus in Bielefeld ausgezeichnet
Eine weitere Auszeichnung ging an ein akademisches Lehrkrankenhaus der MHH. Das Franziskus Hospital Bielefeld erhielt nach Angaben der Hochschule erneut einen Preis für das beste PJ-Wahlfach in der Klinik für Anästhesiologie.
Dort absolvieren regelmäßig Medizinstudierende ihr Praktisches Jahr. Betreut werden sie unter anderem von Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer, Chefarzt und PJ-Beauftragter des Krankenhauses.
Das Praktische Jahr absolvieren Medizinstudierende nach Bestehen des zweiten Abschnitts der ärztlichen Prüfung im sechsten Studienjahr. Es bildet den abschließenden praktischen Abschnitt des Medizinstudiums vor dem letzten Teil der ärztlichen Prüfung.









