71-Jährige erkennt Betrugsversuch und informiert unauffällig ihren Sohn
Wunstorf – (KI/redaktionell geprüft). Nach einem Betrugsversuch mit der sogenannten Kochtopf-Masche hat die Polizei zwei Männer festgenommen. Eine 71-Jährige aus Wunstorf hatte die Täuschung durch einen angeblichen Polizeibeamten erkannt und während des Telefonats ihren Sohn informiert. Dieser verständigte die Polizei, die später zwei Tatverdächtige nach der Abholung eines Topfes kontrollierte.
Der erste Anruf ging am Mittwoch, 21. Oktober 2026, gegen 19 Uhr bei der Seniorin ein. Nach Angaben der Polizei behauptete der Anrufer, ihre Wohnung sei durch Strahlung gefährdet. Zum Schutz solle sie Wertgegenstände und Metalle in einen mit Alufolie ausgeschlagenen Kochtopf legen und diesen verschließen.
Anrufer untersagt Kontakt zur örtlichen Polizei
Der angebliche Beamte verlangte außerdem, sämtliche Fenster und Türen geschlossen zu halten und das Telefongespräch nicht zu unterbrechen. Die Frau dürfe niemandem davon erzählen und insbesondere die örtliche Polizei nicht verständigen.
Die 71-Jährige erkannte den Betrugsversuch. Sie gab dem Anrufer bewusst erfundene Informationen und unterrichtete gleichzeitig unauffällig ihren Sohn. Dieser schaltete die Polizei ein, die Ermittlungen aufnahm. Der Anrufer beendete das Gespräch schließlich mit der Behauptung, die Strahlungsgefahr sei vorüber.
Kochtopf auf dem Rücksitz entdeckt
In der Nacht meldete sich erneut ein Anrufer bei der Seniorin. Nun sollte sie den Topf mit den Wertgegenständen vor die Haustür stellen, damit ihn die vermeintliche Polizei abholen könne. Die Frau stellte daraufhin einen großen, mit Alufolie befüllten Topf nach draußen.
Wenig später fuhr nach Angaben der Polizei ein dunkler Pkw mit zwei Männern vor. Einer stieg aus und nahm den Topf an sich. Anschließend fuhr das Fahrzeug zügig davon.
Bei der unmittelbar eingeleiteten Fahndung kontrollierten Einsatzkräfte in der Nähe einen dunklen Pkw mit zwei Männern. Auf dem Rücksitz entdeckten sie einen Kochtopf. Beide Insassen wurden als Tatverdächtige festgenommen.
Die Ermittlungen dauern an. Nach der Polizeimitteilung ist die Vorführung der beiden Männer bei der zuständigen Haftrichterin vorgesehen. Dabei wird die Anordnung von Untersuchungshaft angestrebt; eine richterliche Entscheidung ist bislang nicht mitgeteilt worden.
Informationen zum Schutz vor falschen Polizeibeamten bietet die Polizei auf ihrer Beratungsseite zu dieser Betrugsmasche.










