Start Hannover und Region Hitze, Dürre, Wasserknappheit: Niedersachsen übt den Krisenfall

Hitze, Dürre, Wasserknappheit: Niedersachsen übt den Krisenfall

Symbolbild zur Krisenübung: ein Lagebesprechungsraum mit Karten und Hinweisen auf Hitze und Wasserknappheit. - ki-generiert
Symbolbild: Krisenübung / Lagebesprechungsraum / Karten / Hitze / Wasserknappheit. - LGHNews/ ki-generiert - keine Aufnahme der tatsächlichen Übung.

Fünf Landesministerien testen ihre Zusammenarbeit bei der LÜKEX 2026

Hannover. Niedersachsen beteiligt sich an der LÜKEX 2026, bei der Bund und Länder den Umgang mit einer langanhaltenden Hitze- und Dürrekrise erproben. Die Übungswoche läuft nach Angaben des niedersächsischen Innenministeriums vom 2. bis 6. November; die Hauptübungstage sind der 4. und 5. November. Im Mittelpunkt stehen Entscheidungen, Informationswege und die Abstimmung zwischen Behörden.

Das Szenario ist ausdrücklich fiktiv: Nach fünf aufeinanderfolgenden Dürrejahren trifft eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad auf Deutschland. Fast 100 Organisationen üben nach Ministeriumsangaben aktiv mit, insgesamt sind rund 180 Organisationen eingebunden. Das Ministerium bezeichnet die LÜKEX 2026 als bislang größte nationale Krisenmanagementübung.

Mehrere Versorgungsbereiche gleichzeitig unter Druck

Die angenommene Lage betrifft zahlreiche Bereiche zugleich. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden durch die Hitze belastet, Wasser wird knapp und die Waldbrandgefahr steigt. Zugleich geraten Landwirtschaft und Umwelt unter Druck, während Verkehrswege und Lieferketten beeinträchtigt sind.

Geprüft werden soll, wie Kritische Infrastrukturen auch unter diesen Bedingungen funktionsfähig bleiben. Die Übung bündelt dafür verschiedene Krisenfolgen zu einer Lage, in der alltägliche Abläufe nicht mehr ausreichen.

Strategische Entscheidungen statt Einsatz am Schadensort

In Niedersachsen wirken fünf Ministerien unmittelbar mit: das Innenministerium, das Sozial- und Gesundheitsministerium, das Umweltministerium, das Landwirtschaftsministerium sowie das Wirtschafts- und Verkehrsministerium.

Sie trainieren unter anderem, Lageinformationen zusammenzuführen und zu bewerten, unter Zeitdruck Prioritäten zu setzen und Maßnahmen abzustimmen. Dazu gehört die Kommunikation zwischen Ministerien, Behörden, Bund und Ländern ebenso wie die verlässliche Information der Bevölkerung.

Die LÜKEX ist damit keine klassische Einsatzübung an einem angenommenen Schadensort. Getestet werden vor allem die Strukturen und Entscheidungsprozesse des strategischen Krisenmanagements.

Innenministerin Daniela Behrens erklärt: „Eine Krise hält sich nicht an Zuständigkeitsgrenzen. Wenn Gesundheit, Wasserversorgung, Verkehr, Landwirtschaft und Kritische Infrastrukturen gleichzeitig unter Druck geraten, müssen Informationen schnell zusammenlaufen, Entscheidungen abgestimmt und Maßnahmen gemeinsam getroffen werden.

Genau das stellen wir bei der LÜKEX auf die Probe. Wir wollen dabei ausdrücklich herausfinden, was bereits gut funktioniert – aber auch, wo Abläufe, Informationswege oder Abstimmungen noch besser werden können. Dafür sind solche Übungen da. Bevölkerungsschutz funktioniert nur als Gemeinschaftsaufgabe. Die LÜKEX ist deshalb ein wichtiger Stresstest für unser Krisenmanagement und zugleich eine große Chance, dieses weiter zu verbessern.“

Sommerfolgen als Anlass für die Vorbereitung

Das Innenministerium verweist zur Einordnung auf die Belastungen durch Hitze und Trockenheit im Sommer 2026. Es nennt dabei eine Schätzung des Robert Koch-Instituts von rund 16.000 hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland. Auch Gesundheitswesen, Wasserversorgung, Landwirtschaft und Infrastruktur seien durch die hohen Temperaturen gefordert gewesen.

Das Übungsszenario geht bewusst über diese Erfahrungen hinaus. Es soll zeigen, wie Behörden mit einer außergewöhnlichen bundesweiten Krise umgehen, die mehrere Versorgungsbereiche gleichzeitig erfasst.

Informationen zur Übung und zur eigenen Vorsorge

Der Notfall-Monitor Niedersachsen begleitet die Übungswoche mit Informationen zu Hintergründen und Bevölkerungsschutz. Dort stehen auch Hinweise zur persönlichen Notfallvorsorge bereit.

LÜKEX steht für Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung, wobei „Ex“ auf das englische Wort „Exercise“ verweist. Die Übungsreihe wird seit rund 20 Jahren in Abständen durchgeführt.

Text mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

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