Start Hannover und Region Spatenstich für den Steintorplatz Hannover: Start für umfassende Neugestaltung

Spatenstich für den Steintorplatz Hannover: Start für umfassende Neugestaltung

(von links nach rechts): Stadtbaurat Thomas Vielhaber, Stefan Grieger vom ausführenden Planungsbüro und Oberbürgermeister Belit Onay beim symbolischen ersten Spatenstich.
(von links nach rechts): Stadtbaurat Thomas Vielhaber, Stefan Grieger vom ausführenden Planungsbüro und Oberbürgermeister Belit Onay beim symbolischen ersten Spatenstich. - Foto: LHH

8 Millionen Euro für mehr Grün, Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung in der Innenstadt Hannover

Hannover (pm/redk). Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber am Mittwoch, 25. Februar, den offiziellen Baubeginn zur Neugestaltung des Steintorplatzes Hannover markiert. Der Baustart war ursprünglich für den 12. Januar vorgesehen, musste jedoch witterungsbedingt verschoben werden. Die Umgestaltung des rund 12.000 Quadratmeter großen Areals zwischen Münzstraße, Goseriede, Kurt-Schumacher-Straße und Georgstraße zählt zu den zentralen Projekten der Stadtentwicklung in der Innenstadt Hannover. Die Baukosten belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro.

„Mit der Neugestaltung des Steintorplatzes schaffen wir einen lebendigen, vielfältig nutzbaren Ort mitten im Herzen unserer Stadt. Der Platz wird grüner, klimafreundlicher und deutlich attraktiver für alle Generationen“, sagt Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. „Damit setzen wir einen wichtigen Baustein unseres Ziels um, die Innenstadt nachhaltig zu stärken und ihre Aufenthaltsqualität deutlich zu erhöhen.“

Auch Thomas Vielhaber betont die städtebauliche Dimension des Projekts: „Der neue Steintorplatz wird ein multifunktionaler Stadtraum mit hoher Gestaltungsqualität. Er verbindet Aufenthaltsbereiche, Bewegung, Veranstaltungen und Klimaanpassung zu einem zukunftsfähigen Gesamtbild. Wir hoffen und erwarten, dass die öffentlichen Investitionen auch Folgeinvestitionen im privaten Umfeld nach sich ziehen und damit zur Standortaufwertung insgesamt beitragen.“

Multifunktionaler Stadtraum mit Veranstaltungsfläche und Wasserspiel

visualisierung steintorplatz hannover
visualisierung steintorplatz hannover. – quelle: lhh / visualisierung: planungsbüro grieger / harzer / dvorak

Das bisher überwiegend für Veranstaltungen genutzte Gelände wird zu einem vielseitig nutzbaren Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität weiterentwickelt. Geplant sind großzügige Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsbereiche sowie ein zentraler Veranstaltungsbereich in Form einer Ellipse mit integrierten Sitztribünen.

Ein großflächiges Wasserspiel mit 42 Fontänen soll von April bis Oktober in Betrieb sein. Als künstlerischer Mittelpunkt ist eine rund 30 Meter hohe, energieeffiziente und interaktive Lichtstele vorgesehen. Ergänzt wird das Konzept durch einen Skate Spot im nördlichen Bereich, Spielgeräte für Kinder in der Nähe des bestehenden Eiscafés, neue Fahrradabstellanlagen sowie eine optimierte Radverkehrsführung.

Die zentrale Veranstaltungsfläche erhält Strom, Wasser und Abwasseranschlüsse. Damit können Märkte sowie Kultur und Sportveranstaltungen künftig flexibel organisiert werden.

Klimaanpassung und nachhaltige Gestaltung

Ein Schwerpunkt der Neugestaltung liegt auf Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung. Bestehende Bäume bleiben erhalten und erhalten verbesserte Wurzelräume. Zusätzlich sind neue Baumpflanzungen und die Entsiegelung von Flächen geplant.

Baumrigolen sollen Regenwasser speichern und nutzbar machen. Schattenspendende Begrünung trägt zur Reduzierung der sommerlichen Aufheizung bei. Ergänzt wird das Konzept durch energieeffiziente Beleuchtung und insektenfreundliche Lichtgestaltung.

Der Steintorplatz wird barrierefrei ausgebaut. Durch die Anhebung des Geländeniveaus entfallen bestehende Barrieren. Zugänge zu Stadtbahn und Bushaltestellen werden deutlich verbessert.

Zentrale Maßnahme im Innenstadtkonzept Hannover

Die Neugestaltung des Steintorplatzes ist ein Kernprojekt des Innenstadtkonzeptes Hannover. Grundlage ist ein umfassendes Beteiligungsverfahren unter dem Titel SteintorDNA sowie ein anschließender freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb.

Weitere Innenstadtprojekte in Planung

Parallel zur Umgestaltung des Steintorplatzes treibt die Stadt Hannover weitere Projekte zur Stärkung der Innenstadt voran.

Schillerstraße

Die Schillerstraße wird derzeit umgebaut. Ziel ist die Entwicklung von einer funktionalen Verkehrs und Einkaufsachse zu einer lebendigen Aufenthaltszone. Geplant sind breite Gehwege, neue Begrünung, Sitzgelegenheiten, Außenflächen für Gastronomie sowie kleinteiliger Einzelhandel. Die Straße soll als attraktive Verbindung zwischen Hauptbahnhof am Ernst-August-Platz und Georgstraße gestärkt werden.

Ernst-August-Platz

Unter dem Ernst-August-Platz ist ein Fahrradparkhaus mit über 1.000 Stellplätzen geplant. Eine Umsetzung ist ab 2028 möglich. Parallel wird die Oberfläche des Platzes planerisch überarbeitet, um Aufenthaltsqualität und Übersichtlichkeit zu verbessern. Anlieger werden in die Verfahren eingebunden.

Georgstraße

Die Georgstraße soll zwischen Ständehausstraße und An der Börse neugestaltet werden. Vorgesehen ist eine deutliche Verkehrsberuhigung mit Ausschluss des Durchgangsverkehrs. Zufahrten bleiben für Anlieger, Lieferverkehr, Rettungsdienste, Busse und Radverkehr möglich. Die Ausführungsplanung wird vorbereitet.

Karmarschstraße

Auch die Karmarschstraße soll zur erweiterten Flaniermeile entwickelt werden. Geplant ist eine Teileinziehung zwischen Schmiedestraße und Windmühlenstraße mit Ausschluss des Durchgangsverkehrs. Zufahrten für Anlieger, Lieferverkehr, Rettungsdienste und Radverkehr bleiben bestehen. Weitere Abstimmungen laufen.

Mit dem Baustart am Steintorplatz setzt die Stadt Hannover einen sichtbaren Impuls für die nachhaltige Weiterentwicklung der Innenstadt und die langfristige Aufwertung zentraler Stadträume.

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