Start Blaulicht Kerosinaustritt in Lehrte löst Großeinsatz von Feuerwehr und Gefahrgutzug aus

Kerosinaustritt in Lehrte löst Großeinsatz von Feuerwehr und Gefahrgutzug aus

Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges im Bereitstellungsraum
Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges im Bereitstellungsraum. - Foto: Feuerwehr Lehrte

Undichtes Ventil an Kesselwagen – Straße und Bahnstrecken stundenlang gesperrt

Laherte (pm/redk). Ein Austritt von Kerosin an einem Kesselwagen der Deutschen Bahn hat am Samstagvormittag einen umfangreichen Gefahrguteinsatz in Lehrte ausgelöst. Feuerwehr und Spezialkräfte waren mehrere Stunden im Einsatz, um den Stoff aufzufangen und eine Umweltgefährdung zu verhindern. Straßen und Gleise mussten zeitweise gesperrt werden. Verletzt wurde niemand.

Alarmierung am Eisenbahnlängsweg

Am Samstagvormittag um 11:58 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Lehrte gemeinsam mit dem Gefahrgutzug der Region Hannover Ost zu einem Gefahrgutunfall im Bereich der Deutschen Bahn alarmiert. Einsatzort war der Eisenbahnlängsweg in Lehrte.

Bei der ersten Lageerkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus dem Auslaufventil eines Kesselwagens geringe Mengen Kerosin austraten. Kerosin ist ein entzündbarer flüssiger Stoff, der zudem reizend auf Augen und Atemwege wirken kann.

Sofortmaßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt

Unmittelbar nach Feststellung des Lecks leiteten die Einsatzkräfte erste Sicherungsmaßnahmen ein. Das austretende Kerosin wurde zunächst mit einer Schuttmulde aufgefangen, gleichzeitig stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher.

In einem weiteren Schritt versuchten die Einsatzkräfte, das betroffene Ventil nach dem Brechen der Verschlussplombe weiter zu schließen. Diese Maßnahme führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg, sodass ein weiterer Austritt nicht vollständig verhindert werden konnte.

Gefahrgutzug tauscht Dichtung am Ventil

Daraufhin übernahmen die Spezialkräfte des Gefahrgutzuges der Region Hannover Ost die weiteren Maßnahmen. Sie tauschten die defekte Dichtung des Auslaufventils fachgerecht aus und verschraubten das Ventil erneut.

Das während dieser Arbeiten noch austretende Kerosin wurde in speziellen Auffangwannen gesammelt. Auf diese Weise konnte eine Kontamination des Erdreichs vollständig verhindert werden. Die Arbeiten erfolgten unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen und kontinuierlicher Kontrolle der Einsatzstelle.

Straßen und Gleise zeitweise gesperrt

Während des laufenden Einsatzes musste der Eisenbahnlängsweg zwischen der Brüsseler Straße und der Schillerstraße vollständig gesperrt werden. Zusätzlich wurden mehrere Gleise im betroffenen Bereich durch den Bahnmanager für den Zugverkehr gesperrt, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.Diese Maßnahmen führten zu temporären Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr, waren aus Sicht der Einsatzleitung jedoch zwingend erforderlich.

Einsatzende am Nachmittag

Nachdem kein weiterer Kerosinaustritt mehr festgestellt wurde, konnten der Einsatz sowie die Verkehrs- und Gleissperrungen gegen 15:00 Uhr beendet werden. Die Einsatzstelle wurde anschließend an den Notfallmanager der Deutsche Bahn übergeben. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Viele Kräfte im Einsatz

An dem Großeinsatz beteiligt waren die Ortsfeuerwehr Lehrte, der Gefahrgutzug der Region Hannover Ost, der Einsatzleitwagen sowie die Einsatzleitung Ort der Stadtfeuerwehr Lehrte. Ebenfalls vor Ort waren der Stadtbrandmeister Lehrte, der Feuerwehrpressesprecher Lehrte, der Brandabschnittsleiter 4, der Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie der Rettungsdienst.

Der Einsatz zeigt erneut die Bedeutung spezialisierter Gefahrguteinheiten und die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bahn und Rettungsdiensten bei komplexen Schadenslagen.

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