Vermisste Personen und schwerer Unfall im Keller: Einsatzkräfte aus Frielingen und Osterwald absolvieren gemeinsame Zugübung
Frielingen – (KI/redaktionell geprüft). Die Feuerwehr Garbsen teilt mit, dass die Ortsfeuerwehren Frielingen, Osterwald Oberende und Osterwald Unterende am Freitagabend, 18. September 2026, eine gemeinsame Zugübung auf dem Gelände der Firma Laseroptik an der Johannes-Ebert-Straße in Frielingen absolviert haben. Simuliert wurden ein Brand mit mehreren in Gefahr befindlichen Personen sowie ein schwerer Arbeitsunfall im Keller des Firmengebäudes.
Zu Beginn der Übung wurden die Einsatzkräfte über die Sirenen alarmiert. Gemeldet war eine ausgelöste Brandmeldeanlage mit Rauchentwicklung. Bereits während der Anfahrt deutete sich für die Feuerwehr ein umfangreicheres Übungsszenario an.
Beim Eintreffen wurden die Einsatzkräfte von einem Einweiser des Unternehmens empfangen. Dichter weißer Übungsrauch drang aus dem ersten Obergeschoss. Ein Mitarbeiter hatte sich im angenommenen Szenario bereits auf einen Balkon gerettet und teilte den Einsatzkräften mit, dass sich noch zwei weitere Personen im Gebäude befanden.
Gleichzeitig wartete im Keller eine weitere Aufgabe auf die Feuerwehr. Dort war der Hausmeister nach dem angenommenen Szenario unter einer rund 300 Kilogramm schweren Kabeltrommel eingeklemmt und musste befreit werden.
Mehrere Rettungsszenarien gleichzeitig
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Während Einsatzkräfte im ersten Obergeschoss die Menschenrettung übernahmen, kümmerten sich weitere Feuerwehrleute parallel um die technische Rettung des im Keller eingeklemmten Hausmeisters.
Damit mussten die beteiligten Kräfte mehrere unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig koordinieren. Neben der Erkundung des verrauchten Gebäudes standen insbesondere die Suche und Rettung der vermissten Personen sowie die technische Hilfeleistung im Mittelpunkt.
Zur Unterstützung rückte im weiteren Verlauf auch der Einsatzleitwagen der Einsatzleit- und Organisationsgruppe (ELO) der Stadtfeuerwehr Garbsen an. Die ELO unterstützte die Einsatzleitung bei der Koordination und Dokumentation des Übungsgeschehens.
Nach rund 45 Minuten waren nach Angaben der Feuerwehr alle vorgesehenen Einsatzaufträge abgearbeitet und die Übung konnte beendet werden.
Erkenntnisse fließen in weitere Ausbildung ein
Im Anschluss werteten Beobachter und Beteiligte den Verlauf der Übung aus. Dabei wurden sowohl funktionierende Abläufe als auch mögliche Verbesserungspotenziale angesprochen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die weitere Ausbildung der beteiligten Ortsfeuerwehren einfließen.
Gemeinsame Übungen dieser Art sollen insbesondere die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehreinheiten bei größeren Einsatzlagen trainieren. Im Ernstfall müssen unterschiedliche Aufgaben wie Menschenrettung, Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung sowie die Führung und Koordination zahlreicher Einsatzkräfte parallel bewältigt werden.
Die Firma beziehungsweise die Eigentümer des Firmengeländes stellten das Gelände für die realitätsnahe Übung, wie auch eine abschließende Stärkung zum Abschluss der Übung, kostenlos zur Verfügung.










