Ärzte, Psychotherapeuten und Praxisteams schnell schützen

Symbolbild - Quelle: Pixabay / Bildmontage: © Carl-Marcus Müller

Diejenigen, die andere schützen, müssen auch selbst geschützt werden

Hannover (pm).

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit ihren Praxisteams sollten schnell und umfassend gegen COVID-19 geimpft werden, forderte heute Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).

„Diejenigen, die andere jeden Tag behandeln, medizinisch versorgen und schützen, müssen auch selbst geschützt sein“, erklärte Barjenbruch. „Natürlich muss wegen des knappen Impfstoffes priorisiert werden. Das ist klar. Aber die Ärzte und Psychotherapeuten in den Praxen mit ihren Teams gehören unbedingt zum Kreis der vorrangig zu Impfenden“, so der KVN-Vorstandsvorsitzende. „Wir erwarten eine schnelle Reaktion des Landes auf unsere Forderung.“

Barjenbruch weiter: „Die Haus- und Fachärzte bilden den ersten Schutzwall bei der Corona-Bekämpfung. 18 von 20 COVID-Patienten werden ambulant behandelt. Es wäre fatal, wenn die Niedergelassenen diese Aufgabe nicht mehr im erforderlichen Umfang erfüllen könnten, weil sie selbst infiziert werden. Vergessen wir zudem nicht: In den Praxen findet die komplette Regelversorgung der Patienten statt. Ohne die Niedergelassenen funktioniert Patientenversorgung nicht. Erst recht nicht in Zeiten einer Pandemie.“ Die Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stoße bei vielen niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten zunehmend auf Kritik. Sie  seien dem gleichen Risiko ausgesetzt wie beispielsweise das Krankenhaus-Personal, das in weiten Teilen bereits geimpft sei. „Dieses Argument unterstützt die KVN und hat es in der Politik auch immer wieder vorgebracht. Ärzte, Psychotherapeuten und das Praxispersonal müssen schnell geschützt werden und können nicht weiter auf ihre Impfungen warten“, so Barjenbruch.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen ist die Interessenvertretung der rund 14.700 niedergelassenen Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten in Niedersachsen. Sie sichert die flächendeckende medizinische Versorgung für die rund 8 Millionen Einwohner in Niedersachsen rund um die Uhr, kontrolliert die Qualität der medizinischen Leistungen und legt gemeinsam mit den Krankenkassen das Leistungsspektrum und die Honorierung der Vertragsärzte fest.

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