Richtfest im Neubau der Hermann-Löns-Schule

Polier Klaus Müller
Polier Klaus Müller, Beton- Monierbau GmbH, hält den Richtspruch. - © Carl-Marcus Müller

Grundschule erhält auch im denkmalgeschützten Gebäude neue Räume

Langenhagen (pm). Die Außenmauern stehen, das Dach ist geschlossen – und im Inneren des Neubaus der Hermann-Löns-Schule ist vieles schon gut zu erkennen. Die Arbeiten in und an dem zweigeschossigen Gebäude sind so weit vorangeschritten, dass die Stadt am Dienstag, 31. August, das traditionelle Richtfest ausrichtete. Geladen waren Handwerker und Planer von beiden Baustellen. Die zweite befindet sich nebenan, im denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1901. Es wird derzeit saniert.

Die Stadt plant, etwa 18 Millionen Euro in die Hermann-Löns-Schule zu investieren. „Es ist ein weiterer Baustein für gute Bildung in Langenhagen“, berichtete Bürgermeister Mirko Heuer. Und eine „wichtige Investition in die Zukunft“, ergänzte Sozialdezernentin Eva Bender. Die Grundschule an der Niedersachsenstraße will kommenden Sommer mit dem Ganztagsbetrieb starten. Mit den neuen Räumen erhält sie zudem die Möglichkeit, zeitweise eine Fünfzügigkeit realisieren zu können.

Wofür beziehungsweise worin das Geld angelegt wird, konnten die geladenen Gäste aus Politik und Verwaltung beim Gang durch den Neubau erkennen. Im vorderen Bereich befindet sich ein großer Raum für eine Mensa mit 90 Plätzen und eine Aufwärmküche. Über einen geraden Flur geht es zu vier Klassenräumen; zwei teilen sich jeweils einen Differenzierungsraum. Im hinteren Teil entstehen Umkleideräume und eine Gymnastikhalle. Darüber kommt eine Sporthalle, die über einen separaten Zugang für Vereine zugänglich sein wird. Ebenfalls in dieser Etage werden acht Klassenräume mit vier Differenzierungsräumen geschaffen. In dem weitläufigen Flur sind bereits Nischen für Lerninseln erkennbar. Jede Etage erhält einen großen Differenzierungsraum.

„Das Gebäude ist der erweiterte Pädagoge“, erklärte Schulleiterin Petra Adolf die Bedeutung von Schulräumen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler fühlten sich zwar wohl in dem Interimsbau, den sie im August 2020 bezogen hatten. Nur sei es ein bisschen eng, so Adolf. „Wir freuen uns alle.“ Denn bei der Ausgestaltung des Neuen konnte die Schule ihren pädagogischen Ansatz einbringen. „Wir waren immer dabei, von Anfang an. Das ist nicht selbstverständlich.“

Der Altbau erhält seinen Charme. Im Inneren tut sich derzeit einiges. Das Erdgeschoss wird für die Schulverwaltung hergerichtet. In der ersten Etage entstehen fünf Klassenräume, in die zweite kommen Fachräume für Musik und Werken sowie die Bibliothek und eine Lehrküche. „Ich glaube, dass es eine super tolle Schule wird“, sagte Stadtbaurat Carsten Hettwer.

Hinsichtlich der Kosten habe es anfangs etwas Verwirrung gegeben, weil zunächst Kosten veröffentlicht wurden, die nicht vollständig gewesen seien, berichtete Hettwer. Der Gesamtbetrag von etwa 18 Millionen Euro kann voraussichtlich wie geplant gehalten werden. Auch wenn es aufgrund von Materialengpässen und Corona mühevoll sei, Zeit und Kosten einzuhalten. „Es ist eine sportliche Herausforderung.“ Das Ziel ist: Fertigstellung im Sommer 2022, damit der Betrieb in den neuen Räumen zum Schuljahr 2022/23 starten kann.

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