Brand in einer Industrielackiererei im Gewerbegebiet Misburg

Feuerwehr
Symbolbild - © Carl-Marcus Müller

Hannover (pm). Am Mittwochabend ging die Meldung zu einer Rauch- und Flammentwicklung aus einem Sandstrahl- und Lackierbetrieb im Lohweg in der Regionsleitstelle ein. Die ersteintreffenden Brandschützer erkannten schon auf der Anfahrt einen weithin sichtbaren Feuerschein aus einem rund 800 Quadratmeter großen Hallenkomplex.

Noch während der Vorbereitungen für die ersten Löschmaßnahmen forderte der Einsatzleiter einen weiteren Löschzug sowie auch Spezialeinsatzfahrzeuge für Großeinsätze zur Einsatzstelle an. Durch einen massiven Löscheinsatz gelang es den Einsatzkräften, das Feuer einzudämmen und eine Brandausbreitung zu verhindern. Die Einstellung des Bahnverkehrs auf der direkt neben dem Gewerbegrundstück verlaufende Güterbahnstrecke der DB AG wurde durch die Einsatzleitung angefordert. Nach rund zwei Stunden Einsatzdauer meldeten die Brandschützer „Feuer aus“. Verletzte gab es bei diesem Einsatz nicht zu verzeichnen.

Gegen 20:00 Uhr meldete die Fahrdienstleitung der DB AG die Rauchentwicklung mit Feuerschein aus dem Gewerbetrieb im Lohweg. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle zunächst zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Misburg sowie den Rettungsdienst in den Stadtteil Misburg-Süd. Kurz nach Eintreffen erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe und forderte einen weiteren Löschzug, weitere Ortsfeuerwehren sowie auch Spezialeinsatzfahrzeuge für Großeinsätze an. Die hannoverschen Brandschützer leiteten umgehend einen massiven Löschangriff mit mehreren Strahlrohren im Innenangriff ein und bekämpften die Flammen auch über den Werfer eines Drehleiterfahrzeuges mit Löschwasser. Da es sich bei dem Gewerbetrieb um einen Sandstrahl- und Lackierbetrieb handelte, leiteten die hinzugezogenen Spezialeinsatzkräfte für Gefahrguteinsätze Schadstoffmessungen in der Umgebung der Einsatzstelle ein. Die Messungen ergaben keine die Grenzwerte überschreitenden Schadstoffkonzentrationen.

Eine Brandausbreitung konnte durch den zügig vorgetragenen Löschangriff verhindert werden. Nach rund zwei Stunden Einsatzdauer vermeldeten die Einsatzleitung „Feuer aus“. Auch die Sperrung der Güterbahnstrecke konnte zu diesem Zeitpunkt aufgehoben werden.

Umfangreiche Nachlöscharbeiten und Entrauchungsmaßnahmen mussten in dem Hallenkomplex durchgeführt werden. Dazu kam ein Löschunterstützungsfahrzeug zum Einsatz, welches durch spezielle Hochleistungslüfter auf einem kettengetriebenen Fahrgestell für die Rauch- und Wärmeabfuhr bei Bränden in Industrieanlagen geeignet ist.

Mit Wärmebildkameras suchten die Brandschützer die Brandstelle nach möglicherweise noch vorhandenen Glutnestern ab. Seitens des Energieversorgers enercity erfolgte die Trennung des Gebäudes von der Strom- und Gasversorgung.

Die Schadenhöhe kann durch die Feuerwehr nicht beziffert werden Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufgenommen. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 38 Fahrzeugen und 124 Einsatzkräften für rund drei Stunden im Einsatz.

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